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Tipps für Hobbygärtner

Pflanzen pikieren – was steckt dahinter?

Pikieren
Pikieren ist bei bestimmten Pflanzen wichtig Foto: Getty Images
Marike Stucke
Autorin

26. Dezember 2022, 6:03 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Das Pikieren ist eine Technik, die Hobbygärtner kennen sollten. Hier erfahren Sie, um was es dabei geht und wie man es richtig macht.

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Pikieren kommt beim Gärtnern bei der Aufzucht von Pflanzen zum Einsatz. Hier werden frisch ausgetriebene Keimlinge aus der Erde entnommen und einzeln oder in geringerer Anzahl in größere Pflanzgefäße gesetzt. Dies soll gewährleisten, dass die Jungpflanzen ausreichend Platz für die Entwicklung von kräftigen Wurzeln und Trieben haben und zu gesunden Pflanzen heranwachsen.

Bei diesen Pflanzen ist Pikieren notwendig

Wer zu Hause Obst- und Gemüsepflanzen für das spätere Aussetzen im Gemüsebeet ansät, muss die jungen Pflanzen nach der Keimungsphase in der Regel immer pikieren. Andernfalls würden die zarten Pflänzchen miteinander in Konkurrenz um Wasser, Nährstoffe, Platz und Licht treten und sich schwächer entwickeln als Pflanzen, die ausreichend Platz für sich haben. Wer Samen direkt in den Boden setzt und auf ausreichend Abstand setzt, wie beispielsweise beim Mais im späten Frühjahr oder auch Bohnen aller Art, ist das Pikieren in der Regel nicht notwendig.

Dazu passend: Tomaten pikieren, ohne die Wurzeln zu beschädigen

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Anleitung zum Pikieren: So geht’s

  1. Für das richtige Pikieren wird eine Pikiergabel oder ein Pikierstab benötigt. Wer diesen nicht hat, kann sich auch mit der Rückseite eines Teelöffels oder einem Holzstab behelfen.
  2. Als Vorbereitung sollten ausreichend Töpfe mit Anzuchterde vorbereitet werden, in die die pikierten Pflänzchen gesetzt werden können. Anzuchterde ist nährstoffarm und verhindert ein zu schnelles, ungesundes Wachstum der Pflanze. Sind die Töpfe alle schon vorbereitet, müssen die pikierten Jungpflanzen nicht zu lange offenliegen.
  3. Für das Pikieren mit dem Holzstab, der Pikiergabel oder sonstigem Werkzeug neben den zu pikierenden Pflanzen tief in die Erde stechen und die Pflanzen samt Wurzeln vorsichtig herausheben.
  4. Auf der Arbeitsfläche nun zusammenhängende Pflanzen sanft trennen.
  5. Nun mit dem Pikierwerkzeug der Wahl ein tiefes Loch in den neuen Topf bohren und die Jungpflanze einsetzen. Die Wurzel muss hierbei unbedingt senkrecht nach unten zeigen. Andernfalls würde die Pflanze schief wachsen oder müsste viel Energie in die Korrektur der Wurzellage stecken.
  6. Das Erdloch mit weiter Anzuchterde füllen und vorsichtig andrücken.
  7. Die umgepflanzten Exemplare nun leicht angießen.

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