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Bauernregel im Experten-Check

Gibt’s im März zu vielen Regen, bringt …

Laut einer Bauernregel ist viel Regen im März schlecht für den Garten, doch was ist dran?
Laut einer Bauernregel ist viel Regen im März schlecht für den Garten, doch was ist dran? Foto: Getty Images
Franka Kruse-Gering
Redakteurin

13. März 2025, 12:21 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Als es vor Jahrhunderten noch keine Wetterprognosen gab, wie wir sie heute kennen, mussten sich die Bauern und Landwirte anderweitig helfen. Sie entwickelten sogenannte Bauernregeln. Dabei schlossen sie aus ihren Beobachtungen auf immer wiederkehrende Wetterereignisse. Auch heute treffen einige noch zu.

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„Gibt’s im März zu vielen Regen, bringt die Ernte wenig Segen“ ist eine dieser Bauernregeln. Aus dieser Regel schlossen die Bauern, dass die Ernte nicht sonderlich erfolgreich verläuft, wenn es im März zu viel regnet. Doch stimmt diese Regel? myHOMEBOOK hat bei Diplom-Meteorologe Jörg Riemann von der Wettermanufaktur nachgefragt.

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Was genau hinter der Bauernregel über zu viel Regen im März steckt

„Gibt’s im März zu vielen Regen, bringt die Ernte wenig Segen.“ Wortwörtlich bedeutet diese Bauernregel, dass zu viel Regen im März eine schlechte Ernte nach sich zieht. Diese Bauernregel stimmt in Teilen, erklärt der Wetterexperte: „Diese Regel stimmt, wenn man wirklich nur den März allein betrachtet. Wenn man ihn aber in Zusammenhang mit dem Februar berücksichtigt, stimmt sie nicht. Denn dieser Regel stehen die Regeln aus dem Februar scheinbar entgegen.“

Die Bauernregel besagt, dass, wenn der März zu nass ist, auch der Sommer zu nass werden könnte. Eine weitere Bauernregel bestätigt diese Annahme: „Auf Märzen Regen dürre Sommer zu kommen pflegen.“

Dazu passend: Einem freundlichen März folgt ein …

Gibt es im März also zu viel Regen, so dürfen wir einen überdurchschnittlich trockenen Sommer erwarten, der wiederum schlecht für die Ernte sein könnte.

Hinweis: Bei vielen Bauernregeln kommt es vor, dass diese sehr locker formuliert sind. Spricht eine Bauernregel von einem bestimmten Tag oder einem bestimmten Monat, kann durchaus auch eine Zeitspanne um den besagten Zeitraum gemeint sein.

Betrachtet man den Februar und den März gemeinsam, dann stimmt diese Bauernregel nicht. „Es heißt, wenn der Februar zu nass ist, folgt ein nasses Sommerhalbjahr (bis September)“, erklärt Riemann- „Wenn man beide zusammen betrachtet und der März ähnlich wie der Februar abläuft, dann ist das Risiko hoch, dass das Sommerhalbjahr eher feucht als trocken ausfällt.“

Das bedeutet die Bauernregel über Regen im März für den Garten

Betrachten wir nur den März allein, der viel Regen bringt, dann kann es passieren, dass der Sommer zu trocken wird. Die Folge: Die Ernte im Garten könnte vertrocknen.

Auch interessant: Das steckt hinter dem Märzwinter

Beide Monate gemeinsam betrachtet prophezeien einen feuchten Sommer. Für die Ernte im Garten ist das ein gutes Zeichen, denn lieber ist es etwas feuchter als zu trocken. Zu nass darf es allerdings auch nicht sein, da sonst die Ernte verfaulen könnte.

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„Der März macht keine Anstalten, übermäßig nass zu werden“, erklärt Riemann. „In dieser Woche wird es zwar wieder etwas schlechter, aber das nächste Hochdruckgebiet liegt auf der Lauer.“ Die Wetterlage sei in dieser Zeit eher von Hochdruckgebieten geprägt. „Ich vermute, dass es eher einen trockenen März gibt“, erläutert der Experte. Er weist allerdings auch darauf hin, dass die Aussichten für Ende März noch unklar seien.

Themen Garten im März Gartenpflanzen

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