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Pflege-Tipps

Was kann man bei lichten Hecken tun?

Was tun, damit Hecken nicht licht werden?
Stimmt die Pflege nicht, können Hecken schnell auslichten Foto: Getty Images
Laura Graichen Redakteurin

20. Mai 2021, 17:08 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Oben sieht die Hecke schön voll und dicht aus, aber unten fängt sie langsam an auszulichten? Welche Ursachen es dafür gibt und was Hobbygärtner dagegen tun können.

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Bei unzureichender Pflege oder falschem Schnitt kann es passieren, dass lichte Stellen bei Hecken auftreten. Mit ein paar Tricks lassen sich die Löscher kaschieren – und mit der optimalen Pflege können sie erst gar nicht entstehen.

Was kann man bei lichten Hecken tun?

Lichte Hecken lassen sich mit ein paar Tricks wieder in Form bringen. Bei kleineren Kahlstellen reicht es oft schon, angrenzende Äste zurückzuschneiden, damit an die Stelle wieder ausreichend Licht gelangen kann. Bei größeren Löchern können Hobbygärtner benachbarte Triebe nutzen, um diese zu kaschieren. Legt man sie über die lichte Stelle und kürzt sie leicht ein, verzweigen sie nach einer Zeit und machen die Hecke wieder vollkommen.

Ist die Hecke zu sehr ausgelichtet, hilft es oft nur noch nachzupflanzen. Dabei ist es wichtig, Pflanzen zu nehmen, die genauso hoch sind wie die Hecke selbst. Ansonsten würde es zu lange dauern, bis die neuen Pflanzen die alten aufgeholt haben.

Hecke richtig pflegen und lichten Stellen vorbeugen

Besser ist es, die Hecke von Anfang an so zu pflegen, dass es erst gar nicht zu lichten Stellen kommt. Dafür reicht in der Regel schon der richtige Schnitt. Für Hecken empfiehlt sich generell die Trapezform – eine breite Basis, die nach oben hin schmaler wird – denn so gelangt an alle Pflanzenteile genügend Licht. Ansonsten sind regelmäßige Pflege-, Rück- oder auch Radikalschnitte essenziell.

Pflegeschnitt

An einem trockenen, frostfreien Tag zwischen Mai und August brauchen immergrüne Hecken einen Pflegeschnitt. Auch hierbei sollte die Trapezform berücksichtigt werden. Sommergrüne Hecken vertragen zweimal im Jahr einen Schnitt zur Pflege, den ersten im Frühjahr und den zweiten dann von Spätsommer bis Frühherbst.

Rückschnitt

Mitte bis Ende Februar brauchen Hecken einen Rückschnitt – außer bei Frühjahrsblühern. Dabei können Hobbygärtner die Hecke sowohl in Höhe als auch in Breite zurückschneiden, indem sie fruchttragende Triebe um etwa zwei Drittel kürzen. Dadurch können die Äste dann anschließend neu und stärker austreiben. Um den Johannistag herum (24. Juni) kann ein weiterer, leichter Rückschnitt erfolgen. Wichtig ist, dass dabei etwa ein Drittel des neuen Jahrestriebs erhalten bleibt.

Beim Pflegen der Hecke in Form eines Schnitts ist es sehr wichtig, die richtigen Zeitpunkte abzuwarten und einzuhalten. Mehr dazu erfahren Sie im folgenden Artikel:

Radikalschnitt

Bei alten Hecken, die viele Lücken aufweisen, empfiehlt sich ein Radikalschnitt als Pflegemaßnahme. Dabei schneidet man die Äste bis auf den dicksten Stamm zurück, sodass die Pflanze dann im kommenden Frühjahr dichter und stärker nachwachsen kann.

Auch interessant: Welche Höhe darf eine Hecke haben?

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Weitere Tipps, um die Hecke richtig zu pflegen

Neben dem richtigen Schnitt gibt es weitere Maßnahmen, um seine Hecke zu pflegen. Zwischen März und August, in der Wachstumsphase also, vertragen Hecken ein- bis zweimal etwas Kompost oder mineralischen Dünger. Bei laubabwerfenden Hecken ist es wichtig, sie vor allem in besonders trockenen Perioden ausgiebig zu gießen. Das Laub kann außerdem liegen bleiben, da es wichtig Humus bildet und den Boden mit Nährstoffen anreichert.

Hobbygärtner sollten auch im Winter nicht versäumen, ihre immergrünen Hecken ausreichend zu gießen, denn ansonsten drohen sie auszutrocknen. Außerdem empfiehlt sich eine Schicht aus Mulch, die vor Krankheiten und Frost schützt.

Themen Gartenpflanzen

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