
1. April 2025, 16:33 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Hortensien gehören zu den absoluten Lieblingen im Garten. Schon unsere Großeltern waren stolz, wenn die schönen Blumen ihre Blütenpracht präsentierten. Damit könnte aber bald Schluss sein. Gärtner raten nämlich davon ab, Bauernhortensien zu pflanzen.
Ob weiß, rosa, pink oder sogar blau – Bauernhortensien und auch Ballhortensien sind in jedem Garten ein echter Blickfang. Sie sind nicht unbedingt pflegeleicht, aber das nehmen Fans der Pflanze mit der üppigen Blütenpracht gern in Kauf. Allerdings fühlen sich die Pflanzen bei uns in Deutschland zunehmend unwohler. Eine Gärtnerin erklärt, warum man Hortensien lieber nicht mehr pflanzen sollte.
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Darum sollte man Hortensien nicht mehr pflanzen
In den vergangenen Jahren konnte man beobachten, dass es manchen Pflanzen zunehmend schlechter geht, erklärt Isabelle Van Groeningen von der Königlichen Gartenakademie im Gespräch mit myHOMEBOOK. Als Grund nennt sie die hohen Temperaturen, besonders die heißen und trockenen Sommer. „Das hat uns zum Nachdenken angeregt. Wir müssen unsere gärtnerischen Gewohnheiten ändern und auch die Pflanzen den Wetterverhältnissen anpassen.“
Besonders eine Pflanze ist von den klimatischen Bedingungen betroffen: „Leider ist ganz oben auf der Liste die gute alte Bauernhortensie“, ergänzt die Expertin. Allerdings gäbe es regionale Unterschiede. „Ich glaube, im Raum Schleswig-Holstein ist es noch nicht ganz so schlimm, dort gibt es eine hohe Luftfeuchtigkeit. Anders sieht es beispielsweise in Berlin aus. Dort haben wir kontinentales Klima. Im Sommer ist es sehr heiß und trocken.“ Man könne danebenstehen und den ganzen Tag gießen, aber die hohen Temperaturen könne man nicht verändern, witzelt sie. Die Pflanzen würden einfach „verbrennen“.
Wie zeigen die Hortensien, dass es ihnen zu heiß und trocken ist?
„Ich habe in vielen Gärten gerade die Ballhortensie ‚Annabell‘ gesehen. Die Blüten waren klein, braun und friselig. Auch die Blätter sind braun geworden. Das bringt dann ja auch keine Freude mehr. Als Gärtner ist man einfach frustriert und das Herz tut weh“, betont Van Groeningen. Man könne der Pflanze einfach nicht helfen.
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Könnte ein anderer Standort helfen?
Nein, auch ein anderer Standort bringt nichts, erklärt die Expertin: „Selbst, wenn sie im Schatten stehen, können wir nichts gegen die trockene Luft unternehmen.“ Es sei schon besser den Schatten unter einem Baum zu nutzen, als Schatten, der durch ein Haus hervorgerufen wird, verrät Van Groeningen – allerdings bringt dieser Standort auf Dauer auch nicht viel. „Die Bäume geben im Laufe des Tages sehr viel Feuchtigkeit ab – das reicht aber nicht. Außerdem ist der Boden an dieser Stelle meist trockener, da die Wurzeln vom Baum das ganze Gießwasser aufbrauchen.“

Es gibt Alternativen
„Die Rispen- und Eichenblatthortensien sind nicht so stark betroffen. Sie scheinen besser mit den klimatischen Bedingungen umzugehen. Die Eichenblatthortensie hat beispielsweise eine andere Blattstruktur und scheint nicht so viel Feuchtigkeit zu verlieren.“