
26. Februar 2025, 18:14 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Mitunter wird einem in diesen Tagen der Begriff Märzwinter begegnen. Handelt es sich um eine Bauernregel oder gar ein Wetterphänomen? myHOMEBOOK hat bei Diplom-Meteorologe Jörg Riemann von der Wettermanufaktur nachgefragt.
Der meteorologische Frühlingsanfang ist am 1. März. Der Winter ist also beendet. Und doch gibt es den verwirrenden Begriff Märzwinter, der suggeriert, dass der Winter sich auch noch im März zeigt. Ganz falsch ist diese Annahme nicht.
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Das steckt hinter dem Märzwinter
„Beim Märzwinter handelt es sich meteorologisch gesehen um die Fortsetzung des Februarwetters noch in die ersten Märztage hinein“, erklärt Jörg Riemann von der Wettermanufaktur. Aus meteorologischer Sicht würde der Winter vom Wetter her also nicht am ersten, sondern erst am zehnten März enden. Wobei man sich nicht genau auf diesen einen Tag festlegen sollte. Vielmehr ginge es um die ersten Tage im März, ergänzt der Experte. „Der Grund liegt darin, dass die Sonne zu diesem Zeitpunkt noch nicht die Kraft hat, schon auf Dauer frühlingshaft daherzukommen“, erklärt Riemann. Es sei mit dem Herbst vergleichbar, erläutert er: „Anfang September ist es in der Regel auch noch nicht sehr herbstlich, eher noch spätsommerlich.“
Und es sei gut, wenn es Ende Februar und Anfang März noch zu Frösten kommt. „Je deutlicher noch Frost kommt, wo er auch hingehört – und das ist jetzt und auch noch im März – umso geringer ist die Gefahr, dass wir mit Spätfrösten zu kämpfen haben.“
So sieht der Märzwinter 2025 aus
„Der Begriff Märzwinter ist unabhängig davon, ob tatsächlich noch ein Wintereinbruch kommt oder nicht“, erklärt der Experte. Aktuell erwarte uns milderes Wetter, prognostiziert Riemann. „Aber nachts kann es noch kritisch werden mit Glättegefahr. In den höheren Lagen kann es auch noch einmal Schnee geben. Also, dass der Winter dann vorbei ist und wir mit dem Frühling rechnen können, so ist es nicht. Um es etwas salopp zu sagen, wir erwarten Ende Februar und Anfang März Schmuddelwetter.“
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Das bedeutet der Märzwinter für den Garten und die Natur
Wenn es im Märzwinter noch frostig zugeht, ist die Gefahr von Spätfrösten geringer. Das ist gut, denn je länger es kalt ist, desto später gehen unsere Pflanzen und Obstbäume in die Blüte. Kommt es hingegen noch zu Spätfrösten und Obstbäume hätten schon ihre Blüten geöffnet, würden diese erfrieren, und somit ginge auch ein Teil der kommenden Ernte verloren.