
2. April 2025, 11:59 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Gartenanfänger setzen bei der Anzucht häufig auf Tomaten – und das aus gutem Grund. Sie sind ein besonders pflegeleichtes Gemüse. Tomaten wachsen schnell und bringen je nach Sorte reichlich Ertrag. Zudem benötigen sie nur wenig Platz. Um das Wachstum zu unterstützen, ist es jedoch ratsam, sie mit etwas Dünger zu versorgen. Dieser muss nicht unbedingt aus dem Laden kommen! myHOMEBOOK-Redakteurin Franka Kruse-Gering zeigt, welche Hausmittel sich hervorragend als Dünger für Tomaten eignen.
Ob gelb, rot oder sogar schwarz – nahezu alle Tomatensorten lassen sich selbst anbauen. Da Tomaten jedoch zu den Starkzehrern gehören, ist es wichtig, ihr Wachstum mit Dünger zu fördern. Dafür ist es nicht nötig, teure Düngemittel aus dem Gartencenter zu kaufen, manchmal reichen einfache Hausmittel als Dünger für Tomaten aus.
Eier als Dünger für Tomaten
Eier eignen sich wunderbar als Dünger. Allerdings geht es dabei nicht um das Ei selbst, sondern um die Schale und auch das Wasser, in dem sie gekocht wurden. Sowohl in der Schale als auch im Kochwasser finden sich viele Nährstoffe wie beispielsweise Kalzium, die der Tomate beim Wachsen und Gedeihen helfen können.

Eier als Dünger sind umstritten
„Da Tomaten sehr empfindlich auf zu viel Kalzium reagieren, sind Eier als Dünger umstritten. Aber wenn man es mit der Düngergabe nicht übertreibt, können die Tomaten viele Vorteile aus ihnen ziehen. Außerdem reicht Ei als alleiniger Dünger nicht aus. Trotzdem ist es besser als gar keine Düngunterstützung.“
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Kaffeesatz als Dünger für Tomaten
Kaffeeliebhaber haben Kaffeesatz in rauen Mengen im Haushalt. Es wäre schade, ihn nach jeder Tasse Kaffee zu entsorgen. Das muss auch gar nicht sein, denn man kann ihn auch als Dünger für Tomaten verwenden. Dabei kommt es allerdings auf die Menge an. Es reicht, einmal im Monat etwas getrockneten Kaffeesatz um die Tomatenpflanze herumzustreuen. Durch das regelmäßige Gießen zieht er in die Erde ein und erreicht die Wurzeln. Kaffeesatz ist reich an Stickstoff, Kalium und Phosphor, außerdem lockert der Zusatz die Erde etwas auf.
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Bananenschale als Tomatendünger
Die Bananenschale ist eine kleine Wunderwaffe. Sie enthält unter anderem Phosphor, Magnesium, Natrium und Kalzium, also viele Nährstoffe, die eine Tomate braucht. Entweder man schneidet die Bananenschale zum Düngen in kleine Stückchen und lässt sie trocknen, oder man legt die gesamte Schale über Nacht in ein Gefäß mit Wasser. Das so entstandene Bananenwasser ist ein wunderbares Hausmittel, das als Dünger für die Tomaten verwendet werden kann. Aber auch hier gilt wieder: in Maßen, nicht in Massen.
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Eignen sich Hefe und Zucker als Dünger für Tomaten?
Seit geraumer Zeit kursiert ein Trend im Internet, der verspricht, dass die Tomaten auf wundersame Weise wachsen, wenn man sie mit einem Gemisch aus Hefe und Zucker gießt. myHOMEBOOK hat bei Dr. Isabell van Groeningen von der Königlichen Gartenakademie nachgefragt. „Hefe und Zucker sind eher Bodenaktivator anstatt Düngemittel und stehen den Pflanzen auch natürlich zur Verfügung“, erklärt die Expertin. Je mehr organisches Material zur Verfügung stehe, desto besser könnten die Mikroorganismen in der Erde das Material verarbeiten, erläutert sie weiter. Dadurch entstünden die nötigen Nährstoffe für die Tomate. Bei einer ausreichenden Versorgung mit organischem Material braucht es also keinen Zucker oder Hefe als Bodenaktivator.
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Expertin rät sogar von Zucker und Hefe ab
„Eine Zuckerlösung wird die Bodenorganismen aktivieren, aber es ist schwierig einzuschätzen, wie viel man verwenden sollte und wie lange es anhält. Es kann sein, dass die Aktivität nur einige Tage anhält, oder vielleicht auch ein paar Wochen.“ Für ein ungeschultes Auge kann es schwierig sein einzuschätzen, ob und wann es nötig ist, die Pflanze zu düngen.“