5. August 2021, 11:08 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Neben dem Holzkohle-Grill ist der Gasgrill das beliebteste Gerät, um Steak, Würstchen, Burger oder auch Gemüse zu brutzeln. In dieser Folge unserer „School of Grill“-Serie zeigt Experte Marcel Felix, wie man die beiden Grill-Typen richtig bedient und wie er darauf Burger zubereitet.
Die Vorteile vom Gasgrill liegen auf der Hand: kein langes Vorheizen der Kohle, genaue Kontrolle über die Temperatur, kein lästiger Rauch. Andererseits schwören viele auch auf das einzigartige „BBQ-Feeling“, das für sie nur beim Grillen mit Holzkohle aufkommt. Beide Methoden haben ihre Besonderheiten – und letztlich ist es eine Frage des Geschmacks. Am besten probiert man sich einfach dabei aus, „Learning by burning“ meint Grill-Blogger Marcel Felix von BBQlicate in unserer „School of Grill“ dazu. Welche Tipps er für Holzkohle- und Gasgrill auf Lager hat, erfahren Sie im Video!
Holzkohle oder Gas? In der „School of Grill“ zeigen Experten ihre besten Steak-Tipps
„School of Grill“ Sternekoch Ali Güngörmüş verrät sein Rezept für Lammspieße vom Grill
„School of Grill“ Lachs vom Grill – Rezept und Tipps von Ali Güngörmüş
Holzkohle- oder Gasgrill – für wen eignet sich welcher?
Klar, das besondere Rauch-Aroma gibt es nur beim Holzkohle-Grill. Aber dafür braucht man auch etwas mehr Zeit, um den Grill anzufeuern. Und für Balkon-Griller kommt – wenn überhaupt – eher ein Gasgrill infrage, möchte man sich keinen Ärger mit den Nachbarn einhandeln. In der „School of Grill“ geht Marcel Felix auf die Eigenheiten von Holzkohle- und Gasgrill ein.
Grillen mit Holzkohle
Direktes und indirektes Grillen ist beim Holzkohle-Grill besonders gut möglich – mit dem richtigen Equipment. Dazu verwendet Marcel sogenannte Kohlekörbe, mit denen man verschiedene Grillzonen einrichten kann. Die direkte Hitze eignet sich, um unter anderem Fleisch scharf anzugrillen, danach kann man es im indirekten Bereich ziehen lassen. Der Deckel sorgt dabei dafür, dass die Hitze drin bleibt.
Ein weiteres wichtiges Gadget ist ein Grillkamin, mit dem man die Kohle zügig anfeuern kann. Hier füllt man die Kohle ein und feuert sie von unten mit einem Anzünder an. „Durch den Kamin-Effekt geht das relativ schnell“, erklärt Marcel. Dabei glühen die Kohlen gleichmäßig durch, der Profi rechnet mit 20 bis 30 Minuten. Briketts brauchen etwas länger als übliche Holzkohle. „Der Vorteil bei normaler Holzkohle ist, dass sie heißer wird als die Briketts. Die Briketts haben dafür eine längere Brenndauer“, erklärt der Grillmeister. Hat sich auf den Kohlen eine weiße Ascheschicht gebildet, sind sie fertig.
Grillen mit Gas
Im Gegensatz zum Holzkohle- hat der Gasgrill verschiedene Brenner, die man individuell regeln kann. Zunächst sollte man jedoch die Gasflasche ordnungsgemäß anschließen. „Man sollte auf jeden Fall vorher einen Gas-Test machen“, empfiehlt Marcel. Dabei kommt die Nase zum Einsatz, um zu prüfen, ob irgendwo Gas austritt. Im Camping-Bereich gibt es aber auch sogenannte Lecksuchsprays. Eine Schlauchbruchsicherung sorgt zudem für mehr Sicherheit, wenn der Schlauch tatsächlich mal defekt sein sollte. Die Gasflaschen gibt es in verschiedenen Größen – mit fünf, acht oder elf Kilo.
Passend dazu: Wichtige Stellen, die man beim Gasgrill kontrollieren sollte
Auch beim Gasgrill gibt es einen Deckel, oft ist darin auch ein Thermometer integriert. Unter der Haube befinden sich die Brenner, manche Modelle haben auch noch einen Heckbrenner oder einen seitlichen Brenner, wie in unserem Fall aus Keramik. Dieser kann hohe Temperaturen erzeugen, bis zu 900 Grad. „Gerade bei Steaks gibt das ein schönes Branding“, erklärt Marcel. Die Brenner lassen sich mit Drehreglern einstellen, die Zündung ist darin meistens integriert.
Nachdem es in unserer ersten Folge der „School of Grill“ um Steak ging, kommen nun Burger auf den Rost. Im Video sehen Sie, wie Grillmeister Marcel beim Holzkohle- oder Gasgrill vorgeht. Viel Spaß beim Grillen!
Außerdem in der School of Grill: