
2. Januar 2025, 6:42 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Holz anstelle von Plastik? Wer gerne Küchenhelfer aus dem natürlichen Material verwenden will, sollte bei der Nutzung und Reinigung auf einige Punkte achten. Tipps von Experten.
Pfannenwender, Kochlöffel und Brettchen gehören einfach in die Küche. Häufig sind diese Utensilien aus Plastik – aber das muss nicht sein. Es gibt inzwischen auch viele Varianten aus Holz. Diese sind hochwertig, langlebig und robust, erklärt etwa die Ernährungsexpertin Judith Schryro von der Verbraucherzentrale Berlin. Worauf man bei der Pflege von Küchenutensilien aus Holz achten sollte und hilfreiche Tipps für den Kauf, lesen Sie hier.
Worauf man bei Kauf und Nutzung achten sollte
Holzbretter schonen Küchenmesser, dennoch entstehen bei jedem Schnitt Kerben, in denen sich Keime vermehren können. Daher ist es wichtig, bei der Nutzung auf Hygiene zu achten, rät das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE).
Dazu gehört auch, dass man rohes Fleisch etwa Geflügel nicht auf demselben Brett wie etwa Salat verarbeiten sollte. Sonst werden Bakterien vom Fleisch auf den Salat übertragen – und es besteht das Risiko, dass man diese über den rohen Salat aufnimmt.
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Anders als etwa beim Kochlöffel oder Pfannenwender, sollte man beim Schneidebrett beim Kauf darauf achten, aus welchem Holz es besteht. Heimische Harthölzer, wie etwa Eiche, Buche oder Nussbaum, geben bei jedem Schnitt antimikrobiell wirkende Gerbsäure frei, so Schryro. Dadurch könnten sich Keime schlechter vermehren.
Dennoch kommt es auch auf die richtige Reinigung der Bretter an. Und sollte es zu stark verkratzt sein, rät das BZfE, das Brett auszutauschen oder abzuschleifen.
Tipp: Stark färbende oder geruchsintensive Lebensmittel sollte man besser auf einem Brett aus Plastik oder Glas schneiden.

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Küchenutensilien aus Holz richtig pflegen
Holzbretter sollte man nach dem Gebrauch gründlich abschrubben und spülen. Anschließend dann das Brett gut trocknen lassen. Wichtig ist außerdem für die Reinigung bei sämtlichen Küchenutensilien aus Holz, dass sie nicht in die Spülmaschine gehören. Darauf weist Bernd Glassl vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) hin.
Durch die hohen Temperaturen, vor allem beim Klar spülen und Trocknen, könne sich das Holz verziehen und sogar verfärben. Wer die hölzernen Küchenhilfen also möglichst lange behalten will, wäscht sie am besten von Hand, rät Glassl.
Bei Küchenhelfern, die auch dekorativ aussehen sollen, lohnt es sich besonders, auf die richtige Pflege des Holzes zu achten. Risse könne man durch ein regelmäßiges Einölen verhindern, sagt Judith Schryro.
Mit Material der dpa