23. August 2024, 14:36 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Einer der schönsten Aspekte am Gärtnern ist, am Ende die Ernte zu genießen. Möchte man Obst und Beeren nicht sofort verzehren, kann man sie auch einkochen und Marmelade herstellen. Dabei sollte man einige Fehler unbedingt vermeiden.
In den Sommermonaten des Jahres können Gärtner endlich die Früchte ihrer harten Arbeit ernten: Erdbeeren, Brombeeren, Himbeeren, Kirschen und viele weitere Früchte können gepflückt werden. Hat man die Pflanzen gut gepflegt, fällt die Ernte besonders üppig aus – so viele Früchte und Beeren kann man gar nicht auf einmal essen. Bevor sie schlecht werden, sollte man sie also verarbeiten. Besonders lange haltbar werden sie, wenn man Marmelade aus ihnen macht. Obwohl das Grundrezept nicht sonderlich kompliziert ist, kann doch einiges schiefgehen. Mal wird sie zu flüssig, mal zu fest oder aber sie besitzt einen unansehnlichen, grauen Schleier. Damit die Marmelade gelingt und die richtige Farbe und Konsistenz erhält, sollte man beim Kochen die folgenden Fehler vermeiden.
1. Fehler: Zu wenig Zucker
Um Marmelade herzustellen, benötigt man neben den Beeren oder Früchten lediglich noch etwas Gelierzucker – so das Grundrezept. In der Regel mischt man die Früchte und den Zucker in einem Verhältnis von 1:1 an. Das bedeutet, hat man ein Kilo Früchte geerntet, benötigt man ein Kilo Zucker, um aus ihnen Marmelade herzustellen. Das hört sich ziemlich ungesund an. Der Zucker ist jedoch wichtig für die Konsistenz und die Haltbarkeit der Marmelade.
Es wäre also ein Fehler, den Zucker beim Kochen der Marmelade erheblich zu reduzieren oder sogar ganz auf ihn zu verzichten. Das Resultat wäre flüssige Konfitüre, die rasch schlecht werden kann.
Tipp: Indem man etwas Zitronensaft oder bei sauren Früchten Apfelsaft hinzugibt, kann man die Konsistenz der Marmelade noch retten. Die Früchte dafür nochmal drei Minuten leicht köcheln lassen. Umrühren nicht vergessen!
2. Fehler: Zu viel Zucker
Wie so oft kann es auch zu viel des Guten sein. Gibt man zu viel Zucker zu den Früchten, wird die Marmelade zu fest. Die dickflüssige Konsistenz schadet dem Geschmack zwar nicht, erschwert jedoch das Abfüllen in Gläser und das Verteilen auf dem Brötchen. Fällt dieser Fehler bereits beim Kochen der Marmelade auf, kann man etwas Flüssigkeit hinzufügen. Zu einem Kilogramm Marmelade fügt man etwa 100 Milliliter Wasser oder Fruchtsaft hinzu.
3. Fehler: Gläser nicht sterilisieren
Ein wichtiger Schritt beim Kochen von Marmelade ist das Sterilisieren der Gläser. Vergisst man, die Abfüllgläser mit heißem Wasser gründlich auszuwaschen, kann unter Umständen Schimmel entstehen. In diesem Fall muss die Marmelade entsorgt werden.
Schimmel kann sich übrigens auch dann bilden, wenn man keine frischen Früchte verwendet hat. Es ist also ratsam, beim Sortieren der Ernte nicht immer ein Auge zuzudrücken. Ist die Erdbeere beschädigt oder macht bereits einen matschigen Eindruck, sollte sie besser entsorgt werden.
4. Fehler: Zu viel Druck beim Entsaften
Beim Verarbeiten der Früchte kann man nicht nur Marmelade herstellen, sondern auch Gelee. Hierfür wird nur der Fruchtsaft verwendet. Wendet man beim Entsaften der Früchte zu viel Druck an, kann das dazu führen, dass das Gelee eine trübe Farbe erhält. Geschmacklich macht das jedoch keinen Unterschied.
Dieser optische Makel entsteht, wenn Fruchtfleisch in den Saft gelangt. Beim Entsaften sollte man also darauf achten, die Früchte sachte zu behandeln.
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5. Fehler: Zucker nicht ausreichend umgerührt
Die Arbeitsschritte beim Kochen von Marmelade sind überschaubar: Früchte vorbereiten, alle Zutaten in einem großen Topf kochen, in sterile Gläser abfüllen und fertig. Zugegeben fehlen dabei einige Zwischenschritte. Wie zum Beispiel das Umrühren der Masse im Topf. Das ist jedoch unheimlich wichtig. Durch das Umrühren verteilt sich der Gelierzucker und das darin enthaltene Pektin und die Zitronensäure. Dadurch die Maße gleichmäßig gelieren. Rührt man die Marmelade beim Kochen nicht um, führt dieser Fehler zu einer flüssigen Konsistenz.