Direkt zum Inhalt wechseln
logo Das Do-it-yourself-Portal für Haus und Garten
Fernöstliche Methode

Gemüse mit der „Nukazuke“-Technik einlegen

Nukazuke im Topf
Tradition in Japan, doch hierzulande noch eine eher unbekannte Methode Gemüse einzulegen Foto: Getty Images/bonchan
Odett Schumann
Autorin und Interior Designerin

3. März 2024, 11:45 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Die japanische Kultur ist weltweit für ihre gesunde Küche bekannt. Auch vom Fermentieren versteht man in Fernost viel. Nukazuke gilt als traditionelle Art, Gemüse einzulegen – und diese Methode erfreut sich nun auch hierzulande immer größerer Beliebtheit.

Artikel teilen

Fermentieren ist für viele Menschen zu einer beliebten Methode geworden, für eine gesunde Ernährung zu sorgen. Bislang kannte man die Praxis vor allem in Verbindung mit Speisen wie Sauerkraut und Kimchi. Jetzt macht sich eine weitere Möglichkeit einen Namen: Nukazuke. Das Gericht stammt ursprünglich aus Japan und sieht primär das Einlegen von Gemüse, in seltenen Fälle auch Fisch, vor. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass die Fermentation hier nicht unter Luftabschluss und in nassem Zustand stattfindet, sondern lediglich einer leicht feuchten, sandähnlichen Basis bedarf.

Reiskleie zubereiten

In Nuka eingelegtes Gemüse
Für einen lebenden Organismus muss das Nuka von Zeit zu Zeit mit sauberen Händen umgerührt werden Foto: Getty Images/Yuuji

Tsukemono ist in Japan eine beliebte Speisebeilage und meint Gemüse, das etwa in Essig, Miso, Sake oder Sojasauce eingelegt wird. Wer es allerdings traditionell mag, greift auf Nukazuke zurück: Gemüse, das in einer fermentierten Paste aus Reiskleie (Nuka) eingelegt ist. Einst besaß jeder Haushalt sein eigenes Nuka, das schließlich von Generation zu Generation weitergereicht wurde. Es handelt sich hierbei um eine Zusammensetzung von Reiskleie, Salz und etwas Wasser. Für den Geschmack kommen außerdem noch Kombu-Algen, Senfpulver, Chili sowie Ingwer hinzu.

Damit der Organismus am Leben bleibt, gilt es ihn jeden Tag mit sauberen Händen ein bis zweimal mal umzurühren. Die Mischung sollte außerdem bei Raumtemperatur gelagert und mit einem Tuch bedeckt werden. Alternativ kann das Nuka auch im Kühlschrank aufbewahrt werden, dann braucht man die Mischung nur alle 5 Tage durchzurühren. Als Gefäß eignet sich etwa ein emaillierter Topf oder eine Auflaufform – Hauptsache säurefest! Insgesamt dauert die Zubereitung rund eine Woche.

Auch interessant: Marmelade kochen – einfache Anleitung, um die Obsternte zu verwerten

Mehr zum Thema

Nukazuke einlegen

Eingelegtes Gemüse
Nachdem das Gemüse einige Zeit fermentiert wurde, muss es nur noch mit kaltem Wasser von der Reiskleie befreit werden und ist servierfertig Foto: Getty Images/akiyoko

Nach ein paar Tagen beginnt das Nuka leicht säuerlich zu riechen. Ein Indikator dafür, dass jetzt der Zeitpunkt erreicht ist, dass die ersten Nukazuke eingelegt werden können. Gemüse wie Auberginen, Gurken, Karotten oder Sellerie, aber auch Kohl und Rettich werden in dem leicht feuchten Gemisch „vergraben“, um so ideal vor sich hin fermentieren zu können. Für wie lang? Das hängt vom jeweiligen Gemüse ab. So sind Gurkenscheiben bereits nach wenigen Stunden servierfertig, Karotten und Paprika, aber auch Radieschen und Rettich dauern hingegen eher bis zu drei Tage. Nachdem das Gemüse aus dem Gefäß entnommen wurde, wird das Nuka abgeputzt und mit kaltem Wasser abgespült. Die Konsistenz ist weich und gleichzeitig noch bissfest. Besonders auffällig ist jedoch der Geschmack, der sich deutlich von herkömmlichen Fermentationsarten unterscheidet.

Will man regelmäßig Nukazuke fermentieren, ist es ratsam das Kleiebett von Zeit zu Zeit umzugraben und stets sauber zu halten. Mitunter müssen auch Kleie und Salz nachgefüllt werden. Solange das Verhältnis von Salz, Hefe und Milchsäure gut ausbalanciert ist, wird das Nuka auch nicht schlecht und kann im Grunde für mehrere Monate oder auch Jahre verwendet werden.

Themen Gemüse
Günstige Flüge buchen - Skyscanner Anzeige
Deine Datensicherheit bei der Nutzung der Teilen-Funktion
Um diesen Artikel oder andere Inhalte über Soziale- Netzwerke zu teilen, brauchen wir deine Zustimmung für diesen .
Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung dieser Webseite mit Tracking und Cookies widerrufen. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit personalisierter Werbung, Cookies und Tracking entscheiden.