
9. Februar 2021, 15:17 Uhr | Lesezeit: 6 Minuten
Ein Home Gym ist eine praktische Sache – und zwar nicht erst seit der Corona-Krise und den damit einhergehenden Hygienebestimmungen. Wie man seinen eigenen Fitnessbereich sicher, ästhetisch und individuell in die eigenen vier Wände integriert, erfahren Sie hier.
Ein Home Gym hat viele Vorteile. Allen voran stiehlt ein heimischer Fitnessbereich vor allem dem inneren Schweinehund wohl so ziemlich jedes scheinheilige Argument, warum man ausgerechnet heute wieder nicht zum Training kann. Wer sein Workout ausschließlich mit Bodyweight-Übungen absolviert, kann dies in vielen Wohnungen ganz ohne weitreichende Umräum- oder gar Umbauarbeiten tun. Anders sieht es allerdings beim Gerätetraining aus. Was sollte man dabei beachten?
Übersicht
1. Den richtigen Ort fürs Home Gym finden
Das Arbeitszimmer, das ausgediente Kinderzimmer oder den Dachboden in ein Home Gym verwandeln? In vielen Wohnungen und Häusern bieten sich dafür meist verschiedene Räume an. Ein separater Raum ermöglicht ein ungestörtes Training. Zudem können Hantelbank, Ergometer und Co. ins Zuhause integriert werden, ohne dass sie das bestehende Einrichtungskonzept der Wohnung stören. Ein kompletter Raum muss es dabei nicht zwingend sein. Oftmals lassen sich auch einzelne Bereiche eines Zimmers sehr gut für die sportliche Betätigung umfunktionieren. Gern genutzte Orte für das private Fitnessstudio sind:
- Arbeitszimmer
- ehemalige Kinderzimmer
- Dachboden
- Teile des Schlaf- oder Wohnzimmers
- Garage
- Keller
Doch auch wenn es auf den ersten Blick so scheint: Nicht immer sind diese Orte für ein Home Gym geeignet. Im folgenden erfahren Sie, worauf es ankommt.
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2. Die passende Belüftung
Beim Workout fließt der Schweiß. Es wird viel Sauerstoff benötigt und die Luft wird schnell stickig. Deshalb ist es wichtig, dass das Home Gym über eine gute Belüftung verfügt. Modrige Keller ohne Fenster und Lüftungsanlage sowie schlecht belüftete Dachböden scheiden daher aus.
Kann das Home Gym nicht richtig belüftet werden, wird nicht nur das Training zu einem stinkigen Vergnügen. Denn wird die Luftfeuchtigkeit nicht entsprechend reguliert, bietet sich ein idealer Nährboden für Schimmel in der Wohnung.
Übrigens: Weitere Tipps zum Thema „Home Gym“ finden Sie auch bei unseren Kollegen von FITBOOK.
3. Platzbedarf einkalkulieren
Experten empfehlen, rund 20 Quadratmeter für ein Home Gym einzuplanen. Auf 15 Quadratmetern finden beispielsweise bereits ein Ergometer oder ein Laufband, eine kleine Hantelbank sowie eine ausgerollte Fitnessmatte und sogar noch ein Trampolin Platz. Wichtig ist, unbedingt genug Bewegungsraum zwischen den einzelnen Geräten einzuplanen, um auch adäquat trainieren zu können und das Verletzungsrisiko gering zu halten.
Ideal sind zusammenklappbare Trainingsgeräte. Diese können bei Nichtnutzung leichter und platzsparender an die Seite geräumt werden. Auf diese Weise gewinnt man zusätzlich nutzbaren Platz beispielsweise für Workouts ohne Geräte.
4. Geeigneten Bodenbelag verlegen
Beim Einrichten des Home Gyms sollte auch dem Boden Aufmerksamkeit geschenkt werden. Ein fester und sicherer Stand ist beim Trainieren unerlässlich. Auch die Fitnessgeräte sollten bei Benutzung sicher auf dem Boden bleiben. Vinylböden, PVC, Laminat, Gummi oder Nadelfilz sind als Bodenbelag im Home Gym gut geeignet. Sie sind rutschfest, strapazierfähig und leicht zu reinigen. Nicht empfehlenswert sind dagegen Holzböden, Korkbeläge, Fliesen und Parkett. Sie halten den schweren Geräten oder herunterfallenden Gewichten nicht Stand.
Tipp: Auch Bodenmatten können eine sinnvolle Investition sein. Sie geben besseren Halt und schonen den Rücken und die Gelenke beim Training.
5. Im Home Gym den Lärmschutz beachten
Trainieren, wann immer man möchte, auch zu jeder Tages- und Nachtzeit: Das verspricht ein eigenes Home Gym. Doch auch wenn man damit unabhängig von den Öffnungszeiten der Fitnessstudios ist, sollte beim Einrichten des Home Gyms auf den Lärmschutz beachtet werden. Quietschende Geräte, herunterfallende Gewichte und Poltergeräusche beim Trainieren sollten Nachbarn und Mitbewohnern weder Schlaf noch Nerven rauben. Sinnig ist daher eine Trittschalldämmung. Auch ein spezieller Akustikputz kann die mögliche Lärmbelästigung deutlich reduzieren.
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6. Geräte fürs Home Gym auswählen
Ideal fürs heimische Fitnessstudio sind Multifunktionsgeräte. Mit ihnen lässt sich der vorhandene Platz effizient ausnutzen. Zugleich ermöglichen sie ein vielfältiges und variables Training. Trainingsgeräte, die gern für die heimische Fitness-Area angeschafft werden:
- Kraftstation
- Hantelbank
- Cardiogeräte (Rudergerät, Laufband, Ergometer, Crosstrainer)
- Kurz- und Langhanteln
- Klimmzugstange für Türrahmen oder Wand
- Schlingentrainer
- Balance Pad
- Bauchtrainer
- Trampolin
- Gymnastik- und Medizinbälle
- Fitness-Hula-Hoop-Reifen
- Therabänder
- Boxsack
- Sprungseil
- Ballettstange
Hinweis: Möchten Sie Fitnessgeräte an Wand oder Decke montieren, sollten Sie vorher eingehend die Bausubstanz prüfen. Nicht alle Wände und Deckenkonstruktionen eignen sich für die Montage von beispielsweise Boxsäcken oder Sprossenwänden. Dabei unbedingt die Herstellerangaben und Montageanleitung beachten!

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7. Wohlfühlambiente schaffen
Fitnessgeräte und ein eigener Raum machen noch lange kein Home Gym. Damit das Training effizient und wohltuend für Körper und Geist ist, sollte auch das Ambiente stimmig sein:
- Beleuchtung: Im Home Gym eine gute und funktionale Beleuchtung anbringen. So ist das Training unabhängig von der Tageszeit möglich und für die Augen angenehm.
- Farbgestaltung: Ein entsprechendes Farbkonzept kann die Leistung und das Wohlbefinden beim Trainieren deutlich steigern. Deshalb gelten orange und rote Farbtöne als aktivierend. Ebenfalls ideal ist Blau. Es soll das Durchhaltevermögen positiv beeinflussen. Während Grün als harmonisch und ausgleichend gilt, wirken Pastelltöne wohltuend und entspannend.
- Spiegel: Spiegel sind nicht nur Deko-Objekte, sondern im Home Gym notwendig, um die richtige Körperhaltung im Blick zu haben. Dies ist besonders wichtig, da man anders als im Fitnessstudio ohne Trainer und Trainingspartner trainiert.
- Whiteboard: Wer mag, kann seine Trainingspläne, Notizen oder Poster seiner Fitnessidole im Home Gym an einem Whiteboard gut sichtbar im Blick behalten.
- Entertainment: Strampeln beim Serienschauen und Gewichte heben mit musikalischer Unterstützung: Eine Entertainment-Anlage kann das Training positiv unterstützen.
- Regale: Sie bieten Platz für Handtücher, kleinere Trainingsgeräte und genug Ablagefläche für Wasserflasche, Handy und Co.
- Trophäen: Pokale, Urkunden und Medaillen finden im Home Gym ihren Platz. Hier werden sie nicht nur gut in Szene gesetzt. Sie erinnern auch an bereits erreichte Ziele und motivieren zu neuen Höchstleistungen.