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Nach Insolvenz von Made.com – viele Kunden bekommen ihr Geld nicht zurück

Made.com ist pleite
Made.com hatte neben dem Onlineshop auch einige Showrooms – unter anderem in London, Berlin und Hamburg Foto: picture alliance / empics | Yui Mok
Katharina Regenthal
Redakteurin

11. Januar 2023, 12:24 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Der Onlineshop Made.com war vor allem für ausgewählte designorientierte Möbel und Accessoires bekannt. Nachdem er im vergangenen Jahr Insolvenz anmelden musste, gibt es nun weitere schlechte Nachrichten für Kunden: Viele bekommen ihr Geld nicht zurück.

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Fans von zeitlosem und klassischem Möbel-Design waren enttäuscht: Der Möbel-Onlineshop Made.com musste bereits Ende 2022 Insolvenz anmelden. Jetzt gibt es noch mehr schlechte Neuigkeiten für viele Kunden: Tausende gehen leer aus – und bekommen weder ihr Geld zurück noch die Bestellung. Dennoch soll es bald wieder möglich sein, Produkte von Made.com zu kaufen.

Was Kunden jetzt wissen müssen

Die Insolvenzverwalter hatten es im November 2022 bereits angekündigt, jetzt wird es Realität: Tausende Bestellungen werden trotz Bezahlung nicht ausgeliefert. Die Kunden mussten sich ohnehin aufgrund der Corona-Pandemie auf teils monatelange Lieferzeiten einstellen. Insgesamt sind rund 30.000 Kunden betroffen, die keine Rückzahlung für ihre bestellten, aber nicht gelieferten Möbel erhalten, berichtet der Guardian. Die gesamte Schadenssumme liegt demnach bei umgerechnet rund 13,5 Millionen Euro.

Weiter heißt es in dem Bericht, dass die finanziellen Mittel von Made.com nicht ausreichen, um entsprechende Rückzahlungen zu leisten. Immerhin konnten umgerechnet etwa 2,1 Millionen Euro durch Kreditkartenrückbuchungen an Kunden zurückgezahlt werden.

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Modegruppe kauft Made.com aus der Insolvenz

Die britische Modegruppe Next ist eigentlich für günstigere Mode für Damen, Herren und Kinder bekannt. Aber auch Möbel und Deko werden inzwischen angeboten – mit der Übernahme von Made.com verstärkt das Unternehmen sein Angebot im Bereich Home. Für welche Summe der Möbel-Onlineshop aus der Insolvenz gekauft wurde, ist nicht bekannt.

Mitgeteilt wurde lediglich, dass die Insolvenzverwalter den Verkauf der Marke, der Website und des geistigen Eigentums von Made.com an Next auf den Weg gebracht haben. Diese Transaktion sei die bestmögliche Option, schnell Erträge für die Gläubiger zu erzielen.  

Die Mitarbeiter von Made.com werden laut den Insolvenzverwaltern nicht übernommen – der Kauf durch Next umfasse nicht die Mitarbeitenden. Mehr als 300 wurden entlassen, knapp 80, die bereits gekündigt hatten, wurden freigestellt.

Made.com soll weitergeführt werden

Was die Modegruppe Next nach dem Kauf von Made.com plante, war länger unklar – bis jetzt. Denn inzwischen landet man bei der Suche nach Made.com direkt auf der Website von Next. Dort heißt es: „Made.com hat seine Geschäftstätigkeit eingestellt, wird aber im nächsten Jahr durch Next weitergeführt. In der Zwischenzeit können Sie weiterhin Wohn-Trends bei Next kaufen“. Ob mit dem „nächsten Jahr“ erst 2024 oder bereits 2023 gemeint ist, ist allerdings unklar.

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Warum Made.com Insolvenz anmeldete

Als Grund für die Insolvenz werden wirtschaftliche Probleme angegeben. Auf der Website des Insolvenzverwalters heißt es, dass Einzelhändler, insbesondere die mit hochpreisigen Produkten, stark von einem erheblichen Rückgang der Verbraucherausgaben beeinträchtigt sind. Auch steigende Importkosten sowie anhaltender Druck in der Lieferkette werden als Gründe benannt.

Erst im vergangenen Jahr ist der Möbel-Onlineshop Made.com an die Börse gegangen. Dabei wurde das Unternehmen mit 775 Millionen Pfund (891 Millionen Euro) bewertet. Zuletzt war es laut der „Textilwirtschaft“ nur noch rund 2,1 Millionen Pfund wert, bis der Handel der Aktien suspendiert wurde.

Themen Möbel

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