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Überraschendes Ergebnis

Die Giftpflanze des Jahres 2025 ist gewählt

Der Cashewbaum ist zur Giftpflanze des Jahres 2025 gewählt worden
Der Cashewbaum ist zur Giftpflanze des Jahres 2025 gewählt worden Foto: picture alliance / dpa Themendienst | Robert Guenther
Franka Kruse-Gering
Redakteurin

17. Dezember 2024, 11:34 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Geröstet, gesalzen oder naturbelassen, im Salat, als Snack oder kandiert auf dem Weihnachtsmarkt – Cashewkerne sind im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde. Doch jetzt wurde der dazugehörige Baum überraschend zur Giftpflanze des Jahres 2025 gewählt.

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Bereits seit 2005 wird jedes Jahr vom Botanischen Sondergarten in Hamburg-Wandsbek die Giftpflanze des Jahres präsentiert. Jeder ist im Vorfeld zur Abstimmung eingeladen. In diesem Jahr hat es der Cashewbaum auf den ersten Platz geschafft. myHOMEBOOK erklärt, warum der Cashewbaum das Rennen gewonnen hat und warum man ihn zur Giftpflanze des Jahres 2025 gewählt hat.  

Darum ist der Cashewbaum die Giftpflanze des Jahres 2025

In den Früchten des Cashewbaums findet sich das Öl Cardol. „Es ist unverträglich und greift die Schleimhäute an“, informiert der Botanische Sondergarten. Das Öl befindet sich in der Schale der Kerne. Eine Vergiftung zeige sich durch heftige Koliken. Außerdem seien allergische Wirkungen auf der Haut mit Verbrennungen zweiten Grades vergleichbar, heißt es. Aufgrund seiner Giftigkeit sollte man beim Ernten der sogenannten Cashewäpfel, in denen sich die Kerne befinden, unbedingt Schutzkleidung tragen.

Cashewbaum
Der Cashewbaum (Anacardium occidentale), auch Kaschubaum, Acajoubaum oder Nierenbaum genannt, ist ein zur Familie der Sumachgewächse (Anacardiaceae) gehöriger Baum. Er wächst ursprünglich in tropischem Klima. Foto: picture alliance/dpa | Alexandra Schuler

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Warum wir Cashews trotz Giftigkeit essen können

Hierzulande kennen wir die Cashewkerne als leckeren Snack für zwischendurch. Zumeist finden wir sie in der Nussabteilung des Supermarkts. In Tüten verpackt sind die Kerne aufbereitet und für uns völlig ungiftig. Die Giftigkeit geht verloren, sobald der Kern geerntet und aufbereitet, also geröstet beziehungsweise erhitzt wurde. Da sich das giftige Öl Cardol in der Schale der Kerne befindet, diese aber geknackt und entfernt werden, bevor sie zum Konsumenten gelangen, haben wir nichts zu befürchten.

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Nach der Aufbereitung sind Cashewkerne ein echtes Powerfood

Nachdem das giftige Cardol durch die Aufbereitung verflogen ist, kann man die Kerne des Cashewbaums bedenkenlos essen, schreibt der Botanische Garten. „Sie sind reich an ungesättigten Fettsäuren, Eiweißen, Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen. Besonders reich sind sie an Magnesium, Kupfer, Zink und Vitamin B“, heißt es. Die Giftpflanze des Jahres ist also nur in rohem und unbehandeltem Zustand giftig. Eine genauere Erklärung finden Sie bei unseren Kollegen von FITBOOK.

Franka Kruse-Gering
Redakteurin

Kann man den Cashewbaum auch in Deutschland anpflanzen?

„Grundsätzlich ist es möglich, allerdings steht die Frage nach der Sinnhaftigkeit im Raum. Der Cashewbaum stammt ursprünglich aus tropischem Klima. Bei uns in Deutschland ist das Klima weniger angenehm für die Pflanze. Wir müssten ein Gewächshaus quasi rund um die Uhr beheizen und die Luftfeuchtigkeit konstant halten. Dann wäre es auch möglich, einen Cashewbaum bei uns anzubauen.“

Die „Giftpflanzen des Jahres“ im Überblick:

JahrNameHauptwirkstoffe
2005Blauer EisenhutAconitin
2006PfaffenhütchenEvonin, Herzglykoside
2007Roter FingerhutDigitoxin
2008HerkulesstaudeFurocumarine, Psoralen
2009TabakNikotin
2010HerbstzeitloseColchizin
2011EibeTaxin
2012Gemeiner GoldregenCytisin
2013KirschlorbeerPrunasin
2014MaiglöckchenConvallatoxin, Convallatoxol, Convallosid, Desglucocheirrotoxin
2015RitterspornDiterpenoide, häufig Methyllycaconitin
2016Kalifornischer MohnAlkaloide
2017Tränendes HerzIsochinolin-Alkaloide, Protopin, Sanuinarin, Chelerythrin, Cularin
2018WunderbaumRizin
2019AronstabOxalat, Saponin, Coniin
2020Schwarze TollkirscheHyoscyamin, Scopolamin
2021SchlafmohnMorphin, Codein
2022KartoffelSolanin
2023Petersilie Apiol
2024BlauregenLectine, Wistarin
2025CashewbaumCardol

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