1. April 2025, 10:41 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten
Ein gesunder Garten beginnt mit den richtigen Nährstoffen für die Pflanzen. Chemische Dünger sind zwar weitverbreitet, doch sie sind oft teuer und belasten die Umwelt. Zum Glück gibt es nachhaltige Alternativen, die genauso effektiv und dabei viel umweltfreundlicher sind.
Mit einfachen Hausmitteln lassen sich effektive natürliche Dünger selbst herstellen. Kaffeesatz, Eierschalen oder Bananenschalen liefern wichtige Nährstoffe und fördern das Pflanzenwachstum. Das schützt nicht nur den Garten, sondern spart Geld und recycelt die Küchenabfälle sinnvoll. myHOMEBOOK hat in diesem Artikel zusammengefasst, wie und woraus man natürlichen Dünger selbst machen kann.
Übersicht
Worauf muss ich beim Düngen achten?
Düngen ist ein entscheidender Schritt, um gesunde Pflanzen zu fördern und das Wachstum zu unterstützen. Pflanzen benötigen eine Vielzahl von Nährstoffen wie Stickstoff, Phosphor, Kalium und viele Mikronährstoffe, um optimal zu gedeihen.
Diese Nährstoffe sind jedoch nicht immer ausreichend im Boden vorhanden, weshalb Dünger notwendig ist, um den Haushalt auszugleichen. Ein häufiger Fehler beim Düngen ist die Wahl eines Düngers mit zu wenig Nährstoffen, was das Pflanzenwachstum hemmen kann.
Statt auf chemische Produkte zurückzugreifen, lassen sich organische Abfälle aus Küche und Garten nutzen, um Pflanzen mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Wenn man Dünger selbst machen möchte, kann dies nicht nur beim Wachstum helfen, sondern auch zu einem gesunden Boden und einer nachhaltigen Gartenpflege beitragen.
Diese Hausmittel eignen sich als Dünger
Es gibt viele einfache Möglichkeiten, Dünger aus natürlichen Materialien selbst herzustellen. Beliebte Hausmittel, die sich als Dünger nutzen lassen, sind unter anderem Gemüsewasser oder abgestandenes Mineralwasser. Weitere Möglichkeiten für natürliche Dünger finden Sie hier:
1. Düngen mit Kaffeesatz
Dieses Hausmittel ist vielen als alternativer Düngerersatz bekannt: Kaffeesatz. Statt den feuchten Pulverrest in den Müll zu werfen, lohnt es sich, ihn in die Erde zu geben. Denn: Kaffeesatz enthält Stickstoff, Schwefel und Phosphor, was ihn zu einem guten Dünger macht.
Da er jedoch den Boden versauert, eignet er sich nicht für jede Pflanze. Aber Heidelbeeren, Rhododendron, Hortensien und einige Zimmerpflanzen freuen sich über etwas Kaffee. Übrigens: Als Dünger für den Rasen sollten Sie Kaffeesatz eher meiden und stattdessen auf ein für Rasen spezifisches Düngemittel setzen.
Mehr dazu: Was Kaffeesatz mit dem Gartenboden macht
2. Eierschalen als effektiver Düngerersatz
Eierschalen bestehen aus Kalziumcarbonat, wodurch sie als Düngemittel besonders effektiv sind, um übersäuerte Böden zu neutralisieren. Um die Wirksamkeit zu steigern, sollten Eierschalen zunächst mit einem Mörser zerkleinert werden. Das Pulver lässt sich dann mit einer Harke in den Boden einarbeiten oder in Wasser aufgelöst als Flüssigdünger für die Pflanzen verwenden. Besonders Brombeeren, Rosen, Astern und Spargel freuen sich über den Dünger aus Eierschalen.
3. Düngen mit Bananenschalen
Auch Bananenschalen eignen sich als Hausmittel, um Dünger selbst zu machen. Verwenden sollte man jedoch nur Bio-Bananen, da diese unbehandelt sind. Aufgrund ihres hohen Kalium-Anteils sind sie ein hervorragendes Mittel für den Boden. In kleine Stücke geschnitten kann die Schale sowohl frisch als auch getrocknet in die Erde gegeben werden. Unter anderem eignet sich dieser Dünger für Rosen, Erdbeeren, Paprika und Tomaten.
Mehr dazu: Mit diesen Hausmitteln sprießen Ihre Tomaten
4. Gurkenschalen als Düngemittel
Eigentlich sollte man Gurken immer mit der Schale essen, weil sie wertvolle Vitamine und Mineralien enthalten. Wer sich jedoch gegen die Schale entscheidet, sollte sie nicht auf dem Kompost oder im Biomüll entsorgen. Stattdessen eignen sich Gurkenschalen ideal als Düngemittel. Pflanzen wie Kartoffeln, Tomaten und andere Wurzelgemüsesorten profitieren davon. Auch Zimmerpflanzen können alle paar Wochen von einem Dünger aus Gurkenschalen profitieren.
5. Asche zum Düngen
Für kalkliebende Pflanzen wie Tomaten, Rosmarin, Geranien, Rosen und Lavendel sowie für saure Böden kann der Einsatz von Asche als Dünger hilfreich sein. Doch bei der Anwendung ist Vorsicht geboten. Zum einen gelten die Nährstoffe nur für Asche von unbehandeltem Holz. Zum anderen sollte nicht zu viel des Düngerersatzes auf die Erde gegeben werden.
6. Mit Zwiebelschalen düngen
Auch Zwiebelschalen können als Dünger verwendet werden. Sie enthalten wichtige Nährstoffe wie Phosphor und Kalium, die Pflanzen brauchen. Um Düngemittel daraus zu gewinnen, werden die Schalen in Wasser eingelegt, wo sie über mehrere Stunden ihre Nährstoffe abgeben. Besonders Obstpflanzen und Gemüsesorten wie Gurken, Kohl und Tomaten profitieren davon. Übrigens hilft der Zwiebelsud auch bei Infektionen von Pflanzen.
Dünger selbst machen – das sind die Vorteile
Eigenen Dünger aus Hausmitteln selbst zu machen bietet einige Vorteile:
- Kosten- und Zeitersparnis: Selbstgemachter Dünger ist oft deutlich günstiger als gekaufte Produkte. Viele Zutaten wie Kaffeesatz, Eierschalen oder Gemüsereste fallen ohnehin an und können sinnvoll weiterverwendet werden.
- Einfache Herstellung: Viele hausgemachte Dünger sind schnell und unkompliziert zuzubereiten. Es reicht etwa oft aus, Kaffeesatz oder Eierschalen zu sammeln und direkt in den Garten zu bringen – kein Mischen oder Aufbereiten erforderlich.
- Nachhaltigkeit: Durch das Recycling von Küchen- und Gartenabfällen wird Abfall reduziert und wertvolle Ressourcen wiederverwertet.
- Weniger Umweltbelastung: Künstliche Dünger können oft schädliche Auswirkungen auf die Umwelt haben, wie die Verschmutzung von Gewässern. Natürliche Dünger sind umweltfreundlicher und belasten die Natur weniger.

Nährstoff-Lieferanten Diese 5 Hausmittel eignen sich als Dünger

Kaffeesatz, Bananenschalen und Co. Welche Küchenabfälle taugen als Pflanzendünger?

Expertin klärt auf Mit diesen Hausmitteln sprießen Ihre Tomaten
Bio-Dünger als umweltschonende Alternative
Hausmittel können nicht immer einen vollwertigen Dünger ersetzen. Wer seinen Pflanzen etwas Gutes tun und gleichzeitig einen Beitrag zu einer nachhaltigen Umwelt leisten möchte, kann stattdessen Bio-Dünger verwenden. Dieser ist ebenso umweltfreundlich, da er aus organischen Inhaltsstoffen besteht. Besonders für Haustierbesitzer ist diese nicht-chemische Variante sehr zu empfehlen.