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Beliebte Frühblüher

Pflanz- und Pflegetipps für Narzissen im Garten und auf dem Balkon

Blühende Narzissen gibt es schon ab Februar im Handel
Blühende Narzissen gibt es schon ab Februar im Handel Foto: Getty Images
Franka Kruse-Gering
Redakteurin

13. Februar 2025, 17:04 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Narzissen (Narcissus) gehören zu den bekanntesten Frühjahrsblühern und sind in vielen Gärten und Parks zu finden. Mit ihren leuchtend gelben, weißen oder orangefarbenen Blüten setzen sie farbenfrohe Akzente im Frühjahr. Die robuste Zwiebelpflanze eignet sich für Beete, Wiesen, Kübel und Balkonkästen und benötigt nur wenig Pflege. Einige Sorten verströmen zudem einen angenehmen Duft. Alle Pflanzenteile der Narzisse sind giftig, weshalb Vorsicht im Umgang geboten ist.

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Die Gattung ‚Narcissus‘ zählt zur Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). Ursprünglich stammen Narzissen aus Südwesteuropa und Nordwestafrika, wobei der Verbreitungsschwerpunkt auf der Iberischen Halbinsel liegt. Die meisten Arten bevorzugen lichte Wälder, Wiesen oder steinige Hänge. Durch Züchtung sind weltweit etwa 24.000 Kulturformen entstanden. Besonders bekannt ist die Osterglocke (Narcissus pseudonarcissus), die in Westeuropa weit verbreitet ist.

Narzissen pflanzen

Narzissenzwiebeln werden im Herbst, idealerweise zwischen September und November, gepflanzt. Wichtig ist eine Pflanztiefe von etwa 10 bis 15 cm, wobei kleine Zwiebeln entsprechend flacher gesetzt werden. Der Abstand zwischen den Zwiebeln sollte 12 bis 15 cm betragen. In schweren Böden kann eine Beimischung von Sand die Drainage verbessern. Nach dem Pflanzen sollten die Zwiebeln gründlich angegossen werden, um die Wurzelbildung zu fördern.

Standort und Boden

Narzissen bevorzugen sonnige bis halbschattige Standorte mit gut durchlässigem, humusreichem Boden. Staunässe sollte vermieden werden, da sie zu Zwiebel- und Wurzelfäule führen kann. Besonders gut gedeihen Narzissen in leicht kalkhaltiger Erde mit einem pH-Wert zwischen 6,5 und 7.

Aussehen und Wuchs

Narzissen sind ausdauernde, krautige Pflanzen, die aus einer Zwiebel austreiben. Sie erreichen eine Wuchshöhe von 5 bis 60 cm. Die grundständigen, linealischen bis riemenförmigen Blätter überragen häufig den Blütenschaft. Die Blütenkrone besteht aus sechs Blütenblättern und einer trompeten-, becher- oder schalenförmigen Nebenkrone. Die Farbpalette reicht von Weiß über Gelb bis zu Orange, einige Sorten duften intensiv.

Sorten

Narzissen lassen sich in verschiedene Gruppen einteilen:

  • Trompeten-Narzissen (Narcissus pseudonarcissus): Große Einzelblüte mit langer Trompete.
  • Tazetten (Narcissus tazetta): Mehrere Blüten pro Stiel, stark duftend.
  • Dichter-Narzissen (Narcissus poeticus): Weiße Blüten mit kleiner, rotrandiger Nebenkrone, duftend.
  • Jonquilla-Narzissen (Narcissus jonquilla): Kleine, duftende Blüten, schmale Blätter.
  • Zwergnarzissen (Narcissus asturiensis, Narcissus bulbocodium): Sehr kleine Wuchsform, ideal für Steingärten und Kübel.

Auch interessant: Diese Blumenzwiebeln sollte man erst im Frühjahr pflanzen

Narzissen pflegen

Narzissen sind pflegeleichte Pflanzen, die ohne viel Aufwand Jahr für Jahr blühen. Wichtig ist, dass das Laub nach der Blüte nicht entfernt wird, damit die Zwiebel Nährstoffe speichern kann.

Bewässerung der Pflanzen

Narzissen benötigen während der Wachstums- und Blütezeit gleichmäßige Feuchtigkeit, vertragen jedoch keine Staunässe. In regenarmen Perioden kann zusätzlich gegossen werden. Im Sommer, während der Ruhephase, ist kein zusätzliches Gießen erforderlich.

Der richtige Zeitpunkt zum Düngen

Eine Düngung erfolgt im zeitigen Frühjahr, sobald die Blätter austreiben. Organische Dünger wie Kompost oder Hornspäne sind ideal. Nach der Blüte kann eine weitere Düngergabe erfolgen, um die Zwiebeln für die nächste Saison zu stärken.

Wie man die Narzisse schneiden sollte

Verwelkte Blüten sollten entfernt werden, um die Samenbildung zu verhindern. Das Laub bleibt jedoch stehen, bis es vollständig vergilbt ist. Dies sichert die Nährstoffaufnahme für die nächste Blühsaison.

Winterhärte

Die meisten Narzissenarten sind winterhart bis ca. –15 Grad. Frostempfindliche Sorten wie beispielsweise die Engelstränen-Narzisse (Narcissus triandrus) sollten mit einer Mulchschicht geschützt oder ausgegraben und frostfrei gelagert werden.

Vermehrung

Narzissen vermehren sich über Tochterzwiebeln, die sich nach einigen Jahren um die Hauptzwiebel bilden. Diese können im Spätsommer nach dem Vergilben des Laubs vorsichtig abgetrennt und neu gepflanzt werden. Die Vermehrung durch Samen ist möglich, dauert aber mehrere Jahre bis zur Blühreife.

Krankheiten und Schädlinge

  • Narzissenfliege (Merodon equestris): Die Larven fressen sich in die Zwiebel, was zu Fäulnis führt. Befallene Zwiebeln müssen entfernt werden.
  • Fusarium-Zwiebelfäule: Pilzerkrankung, die zu Vergilben und Fäulnis führt. Vorbeugend hilft ein gut durchlässiger Boden.
  • Nematoden: Winzige Fadenwürmer, die Wurzeln und Blätter schädigen. Befallene Pflanzen sollten entsorgt werden.

Giftigkeit

Alle Pflanzenteile der Narzisse enthalten Alkaloide, die für Menschen und Tiere giftig sind. Besonders die Zwiebeln können bei Verwechslung mit Speisezwiebeln schwere Vergiftungen verursachen. Der Pflanzensaft kann zudem Hautreizungen hervorrufen.

Alternativen

Wer eine ähnliche Blütenpracht sucht, die an den Frühling erinnert, kann folgende Pflanzen in Betracht ziehen:

  • Tulpen (Tulipa) – Vielfältige Farben und Formen.
  • Schneeglöckchen (Galanthus) – Sehr früh blühend.
  • Winterling (Eranthis hyemalis) – Leuchtend gelbe Blüten im Spätwinter.
  • Traubenhyazinthe (Muscari) – Blaue, traubenförmige Blütenstände.

Ernte und Verwendung

Als Schnittblume sollten Narzissen vor dem Arrangieren separat in Wasser gestellt werden, da ihr Pflanzensaft andere Blumen schneller welken lässt. In Beeten und Wiesen eignen sie sich hervorragend zur Verwilderung.

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Bienenfreundlichkeit

Einige Narzissenarten, insbesondere Dichter-Narzissen (Narcissus poeticus), bieten Bienen und anderen Insekten Nektar und Pollen. Gefüllte Sorten sind hingegen für Insekten wenig attraktiv.

Themen Blumen Frühling Gartenpflanzen Pflanzen A-Z

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