
3. April 2025, 17:04 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Wenn man Saatgut richtig pflegt und gut behandelt, kann es gelingen, dass es schneller keimt. Dadurch spart man nicht nur Zeit, sondern verbessert auch die Ernte. Welche Methoden dazu beitragen, dass Samen schneller keimen, verrät myHOMEBOOK.
Im Frühjahr können es viele Gärtner kaum abwarten, endlich wieder aktiv zu werden. Jede Verzögerung wiegt dann besonders schwer – etwa wenn die Saat viel Zeit zum Keimen benötigt. Aus diesem Grund kann man verschiedene Tipps anwenden, damit das Saatgut schneller keimt.
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1. Tipp: Saatgut vorkeimen
Eine weitverbreitete Methode, mit der das Saatgut schneller keimt, ist das Vorkeimen. Dieses Verfahren lohnt sich insbesondere bei Samen, die lange zum Keimen benötigen, etwa Mais, Möhren und Pastinaken. Auch bei Lichtkeimern wie Kartoffeln ist das Vorkeimen eine sinnvolle Methode. Ziel des Vorkeimens ist es, dass das Saatgut bereits keimt, bevor es in die Erde gepflanzt wird. Dadurch kann man die Keimrate verbessern und das Wachstum beschleunigen.
Das Saatgut wird einfach auf einem feuchten Tuch oder alternativ auf feuchter Watte verteilt. An einem warmen Ort hält man die Samen konstant feucht. Sobald sie keimen, können sie in die Erde gepflanzt werden.
2. Tipp: Saatgut vorquellen
So manches Mal stößt man als Hobbygärtner auf den Hinweis, dass man das Saatgut vorquellen sollte, bevor man es einpflanzt. Sandra von Rekowski vom Bundesverband der Kleingartenvereine Deutschlands e. V. (BKD) erklärt gegenüber myHOMEBOOK, dass damit gemeint ist, die Samen in lauwarmem Wasser einzuweichen. Dazu legt man das Saatgut einfach in eine Schale mit entsprechend temperiertem Wasser und stellt es an einen warmen Platz. Die Dauer des Vorquellens hängt von der Art des Saatguts ab.
Das Einweichen ist insbesondere bei Samen sinnvoll, die eine harte Schale besitzen, wie etwa Bohnen oder Erbsen. Durch das Wasser platzt die Samenschale auf und kann besser Feuchtigkeit aufnehmen.
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3. Tipp: Saatgut anrauen
Damit Saatgut schneller keimt, kann es auch helfen, die Schale anzurauen. Dieser Trick eignet sich besonders für große Samen oder Saatgut mit einer besonders harten Schale, erklärt die Expertin. Zum Anrauen kann man einfach etwas Sandpapier verwenden. Der Vorteil dieser Methode ist, dass das Saatgut Feuchtigkeit besser aufnehmen kann – ein essenzieller Faktor für die Keimung und das Wachstum.

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Generelle Tipps, um Saatgut zu pflegen
Neben Vorkeimen, Einweichen und Anrauen gibt es einige allgemeine Tipps, die man beim Saatgut befolgen sollte. Samen keimen beispielsweise bei einer konstanten Temperatur schneller, die zwischen 18 und 24 Grad Celsius liegen sollte. Neben der Temperatur muss auch die Feuchtigkeit gleichmäßig erhalten bleiben, wobei die Erde nicht zu nass sein darf.
Zusätzlich zu Feuchtigkeit, Wärme und Licht benötigen Pflanzen auch Nährstoffe zum Wachsen. Diese bekommen sie unter anderem durch Düngerzugaben. Zu viel Dünger kann das Keimen jedoch hemmen. Umso wichtiger ist es, sich an die Düngeempfehlungen zu halten.