
29. September 2024, 17:13 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Fleisch, Käse und verschiedene Gemüsesorten sollten kühl gelagert werden. Diese Lebensmittel lassen sich am besten im Kühlschrank aufbewahren, damit sie länger frisch bleiben. Andere Lebensmittel wie Gewürze, Öl oder Honig können ebenso problemlos im Küchenschrank aufbewahrt werden, auch wenn sie nicht zwingend hineingehören. Salz zählt ebenfalls zu den Lebensmitteln, die eigentlich nicht in den Kühlschrank müssten. Trotzdem kann es nützlich sein, eine Tasse Salz hineinzustellen.
Salz wurde einst als das „weiße Gold“ bezeichnet und war teilweise sogar wertvoller und teurer als echtes Gold. Im Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit war Salz ein seltenes und kostbares Gut. Heute ist das ehemalige Luxusprodukt längst zur Massenware geworden. Dennoch sind seine nützlichen Eigenschaften erhalten geblieben. Diese können wir uns immer noch zunutze machen – zum Beispiel, indem wir eine Tasse Salz in den Kühlschrank stellen.
Salz nimmt Wasser im Kühlschrank auf
Es ist allgemein bekannt, dass Salz Feuchtigkeit entzieht und aufnimmt. Diese Eigenschaft lässt sich auch im Kühlschrank nutzen. Dafür stellt man eine Schale mit Salz neben das im Kühlschrank gelagerte Gemüse – etwa im Gemüsefach. Das Salz nimmt die dortige Feuchtigkeit auf. Das Resultat: Gemüse bleibt wesentlich länger frisch und knackig. Etwa alle drei Wochen sollte man das Salz am besten auswechseln.
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Warum eignet sich gerade Salz dafür?
Der Kühlschrank wurde erst Anfang des 20. Jahrhunderts erfunden. Zuvor wussten sich die Menschen anderweitig zu helfen, um Lebensmittel frisch zu halten. Zum einen wurde die niedrigere Temperatur unter der Erdoberfläche genutzt. Auch heute ist es im Kellergeschoss selbst im heißesten Sommer kühl. Zudem wurden Fleisch und insbesondere Fisch mit Salz haltbar gemacht.
Vereinfacht erklärt: Salz kann den Zellen Wasser entziehen. Das liegt an der Struktur des Kristalls. Die chemische Verbindung besteht aus Kationen und Anionen. Es handelt sich also um eine polare Bindung. Diese sind in einer Gitterstruktur angeordnet. Auf dieser Oberfläche kann Salz relativ viele Bindungen eingehen.
In der Chemie gilt: Gleiches mischt sich besonders gut mit gleichen. Auch Wasser setzt sich aus einer polaren Bindung eines Sauerstoffatoms und zwei Wasserstoffatome zusammen. Die positiv und negativ geladenen Ionen des Salzkristalls verbinden sich besonders gut mit den negativ und positiv geladenen Wassermolekülen. Das Salzgitter löst sich auf, wodurch weitere Verbindungen möglich werden. Salz wird aus diesem Grund auch als hydrophil oder wasserliebend beschrieben.