25. September 2025, 16:17 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Leere Weinflaschen, Marmeladengläser oder anderes Altglas landen bestenfalls im dafür vorgesehenen Container. Aber Glas ist nicht Glas! Es gibt nämlich bestimmte Gläser, die man nicht im Altglas-Behälter entsorgen sollte. Welche Regeln gelten?
Was gehört nicht in den Glas-Container?
Grundsätzlich ist Glas ein Wundermaterial, denn es kann immer wieder aufbereitet werden. Aber der Recycling-Prozess ist aufwendig. Und weil Glas nicht gleich Glas ist, muss Altglas vorher gut sortiert werden.
Feuerfestes Glas wie beispielsweise Glaskannen von Kaffeemaschinen gehören nicht in den Glas-Container. Ebenso verhält es sich mit Fachglas, Fensterglas, Spiegeln oder auch alten Glühbirnen. Hier ist der Wertstoffhof die richtige Anlaufstelle zur Entsorgung. Übrigens gehören auch alte oder kaputte Trinkgläser nicht in den Glas-, sondern in den Restmüll, wie „Der Grüne Punkt“ informiert. Dazu zählen auch Weingläser.
Warum? Das hat mit dem Schmelzpunkt zu tun. Dieser ist bei Weingläsern anders als bei Weinflaschen oder Marmeladen-Gläsern. Werden Gläser mit unterschiedlichem Schmelzpunkt im Sammelbehälter vermischt, kann das den Recycling-Prozess stören. In den Glas-Container und in die Altglas-Tonne dürfen neben Trinkgläsern folgende Materialien nicht rein:
- Bleikristall
- Fensterglas
- Spiegelscherben
- Keramik
- Porzellan
- Weihnachts-Kugeln
- Glas-Schmuck
Übrigens: Wer Schraubgläser oder Flaschen mit Schraubverschluss entsorgen möchte, braucht die Deckel nicht zu entfernen. Warum das so ist, erfahren Sie in diesem Artikel.
Welches Glas darf in den Container?
Flaschen dürfen in den Altglas-Container – etwa alte Saft- oder Weinflaschen. Auch Folgendes ist erlaubt:
- Marmeladen-Gläser
- Konserven-Gläser
- Babybrei-Gläser
- Parfümflakons
- Kosmetik-Gläser
- Arzneimittel-Flaschen
Sollte man Altglas nach Farben trennen?
Ja. Denn Glas kann immer wieder eingeschmolzen und recycelt werden. Um es hochwertig neu zu produzieren, muss das Altglas aber sauber nach Farben getrennt sein. Darum kommt grünes Glas in den Grün-Glas-Container, Braun zu Braun und weißes oder durchsichtiges Glas in den Behälter für Weiß-Glas.
Übrigens: Blaues Glas oder Glas in einer anderen Farbe kommt ebenfalls in den Sammelbehälter für Grün-Glas. Warum? In der Kombination mit Grün-Glas treten am wenigsten Probleme auf.
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Wann darf man Glas entsorgen?
In der Regel darf man Glas werktags zwischen 07:00 Uhr und 20:00 Uhr entsorgen. Daraus ergibt sich, dass das Wegwerfen an Sonntagen sowie Feiertagen nicht erlaubt ist. Manchmal gelten noch speziellere Einwurfzeiten, die vor Ort unterschiedlich geregelt sind.
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Was außerdem beim Entsorgen von Glas gilt
Glas, das man entsorgen möchte, sollte zudem immer leer sein. Es ist aber nicht notwendig, es auszuspülen. Außer, es handelt sich dabei um Honiggläser.
Sind die Tonnen einmal voll, sollte man seinen Glasmüll nicht daneben oder auf die Container stellen. Entweder man sucht sich eine andere Anlaufstelle oder nimmt den Müll wieder mit nach Hause, bis die Tonnen geleert wurden.
Dazu passend: Mülltonne voll – darf man den Abfall einfach daneben stellen?
Gibt es eine gesetzliche Pflicht zum Müll-Entsorgen?
Ja. Und zwar das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG). Dieses sagt: „Die Erzeuger oder Besitzer von Abfällen sind zur Verwertung ihrer Abfälle verpflichtet.“ Bedeutet: Jeder muss Sorge tragen, seinen Abfall der Wieder- oder Weiterverwertung zuzuführen.
Wer es nicht macht, kann mit einem Bußgeld rechnen. Verstöße werden von den Kommunen dabei unterschiedlich geregelt. Bei kleinen Vergehen können es bis zu 50 Euro sein. Teurer wird es, wer etwa sein altes Handy im Hausmüll entsorgt. Hier drohen bis zu 2500 Euro Geldstrafe!

