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Stromschlag, Verbrennungen, Quetschungen

Heimwerker-Verletzungen richtig verarzten

Heimwerker-Verletzungen richtig verarzten
Um Verletzungen zu vermeiden, sollten sich Heimwerker gut auskennen und voll konzentriert sein Foto: Getty Images
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myHOMEBOOK Redaktion

24. Juni 2019, 10:06 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Heimwerken ist total im Trend. Immer mehr Menschen bauen, schrauben und montieren selbst, anstatt einen Profi zu engagieren. Dabei trauen sich manche allerdings zu viel zu und verletzen sich. Wichtig ist, die Wunden und Verletzungen schnell und richtig zu versorgen.

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Wenn es Heimwerkern an Geschick und Erfahrung fehlt oder wenn sie unaufmerksam sind, kann es schnell zu Unfällen kommen. Gerade ungeübte Heimwerker sind mit den Tücken mancher Maschinen nicht vertraut, die Verletzungsgefahr ist groß. „Verletzungen beim Heimwerken und auf dem Bau dürfen nicht unterschätzt werden“, erklärt Anette Wahl-Wachendorf, Vizepräsidentin des Verbands der Werks- und Betriebsärzte. Im Ernstfall gilt: Ruhe bewahren und die Verletzungen richtig verarzten. Hier eine Übersicht darüber, was wann zu tun ist:

Handverletzungen

Sie treten besonders häufig auf. „Leichtere Wunden können selbst unter fließendem Wasser gereinigt werden“, sagt Thomas Brockamp. Der Präventionsexperte der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie empfiehlt, dann gegebenenfalls ein Wunddesinfektionsmittel zu verwenden und die Wunde steril zu verbinden. Bei tiefen oder klaffenden Wunden, Schmerzen, Gefühls-, Durchblutungs- oder Bewegungsstörungen, aber auch bei Blutungen, die sich nicht stillen lassen, sollten Betroffene immer zum Arzt gehen.

Bluterguss

Das ist eine häufige Verletzung, die durch einen daneben gegangenen Schlag entsteht. „Hier hilft es, die Stelle zu kühlen“, rät Wahl-Wachendorf. Bei starken und anhaltenden Schmerzen ist es besser einen Arzt aufzusuchen, denn es könnte etwas gebrochen sein. Dann kann eine Röntgenaufnahme für Klarheit sorgen.

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Schnittwunden

Besonders bei tiefen Fleischwunden ist es die richtige Entscheidung, einen Notarzt zu rufen. Damit der Patient nicht zu viel Blut verliert, gilt es zeitnah einen festen Druckverband anzulegen. Später heißt es, den Tetanusschutz zu prüfen und selbst bei kleineren Schnittwunden einen Arzt zu konsultieren, rät Wahl-Wachendorf. Der Mediziner kann gegebenenfalls die Wunde nähen, so heilt diese besser.

Kopfverletzungen

„Es kommt auf die Stärke der Kopfverletzung an“, gibt Brockamp zu bedenken. Hat man sich einfach nur gestoßen, braucht man nicht unbedingt zum Arzt. Anders sieht es aus bei Platzwunden, Übelkeit und Erbrechen oder einer Ohnmacht. Denn dann ist es sicherer abzuklären, ob eine Gehirnerschütterung vorliegt.

Stromschlag

In der Regel ist dann ein 24-Stunden-EKG im Krankenhaus notwendig. Denn ein Stromschlag kann auch Stunden später noch schwere Herzrhythmusstörungen auslösen, erklärt Wahl-Wachendorf.

Verbrennungen

Ist die Haut nur gerötet und nicht verletzt, hilft es meist sie mit kaltem Wasser zu kühlen. „Bilden sich aber Blasen und die Haut ist geschädigt, ist eine Wundversorgung beim Arzt empfehlenswert“, rät Brockamp.

Quetschungen

Am häufigsten davon sind die Finger betroffen. „Eine Quetschung ist sehr schmerzhaft“, sagt Brockamp. „Es sollte sicherheitshalber ein Arzt drauf schauen, ob etwas gebrochen ist.“ Oft hilft es die Hand mit einer Schiene ruhig zu stellen – und zwar solange bis die Schwellung abklingt.

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„Generell sollten Heimwerker immer im Hinterkopf haben, dass etwas passieren kann“, warnt Susanne Woelk von der Aktion Das sichere Haus.

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