
24. November 2024, 12:28 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Einen Großteil unserer Zeit verbringen wir in Innenräumen. Dinge wie Möbel, Bodenbeläge oder Baumaterialien können mit Schadstoffen belastet sein und unsere Gesundheit gefährden. myHOMEBOOK erklärt, wie man vorgesehen sollten, wenn man vermutet, dass sich Schadstoffe in der Wohnungsluft befinden.
Unangenehme Gerüche oder sogar Beschwerden können ein Indiz für Schadstoffe in der Wohnung sein. Wer in den eigenen vier Wänden schädliche Stoffe vermutet, etwa in Bodenbelägen, Klebern, Lacken oder Holzwerkstoffen, will in der Regel Klarheit haben. Man muss allerdings nicht immer eine teure Schadstoffmessung vornehmen lassen, erklärt die Verbraucherzentrale NRW auf ihrer Internetseite.
Mögliche Schadstoffquellen eingrenzen
Laut der Verbraucherzentrale lohnt es sich, den Zeitpunkt des ersten Verdachts zu hinterfragen. Haben Renovierungsarbeiten stattgefunden oder gar ein kompletter Umzug? Wurden eventuell neue Möbel oder Reinigungsmaterialien angeschafft? Solche Veränderungen können Hinweise darauf geben, wo die Ursache für unangenehme Gerüche oder Schadstoffe liegen könnte.
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Medizinischen Rat einholen
Gesundheitliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Reizungen der Augen oder Konzentrationsstörungen können auf Schadstoffe in der Raumluft hindeuten. Wichtig zu wissen ist, ob die Symptome in der Wohnung stärker auftreten und außerhalb, beispielsweise im Urlaub, nachlassen. Man sollte bei Beschwerden in jedem Fall einen Arzt zurate ziehen oder eine umweltmedizinische Beratungsstelle. Es kann dabei helfen, andere Ursachen auszuschließen. Eine Liste solcher Beratungsstellen findet sich auf der Internetseite des Umweltbundesamtes.
Alte Farbdosen und andere Materialien überprüfen
Es kann hilfreich sein, alte Materialien zu überprüfen. Produkte wie Farbreste, Kleber oder Holzschutzmittel, die im Keller oder in der Garage lagern, könnten Aufschluss über potenzielle Schadstoffquellen geben. Manchmal reicht ein alter Eimer oder eine Dose, um sich an verwendete Produkte zu erinnern. Schließlich denkt man nicht zwangsläufig an jedes Holzschutzmittel oder jeden Parkettkleber, den man vor Jahren mal benutzt hat.
Verdächtige Möbel und Materialien meiden
Wenn bestimmte Möbelstücke oder auch Reinigungsmittel unter Verdacht stehen, Schadstoffe abzugeben, sollte man diese vorübergehend aus der Wohnung entfernen. Verschwinden der Geruch oder die Beschwerden nun, dürften Sie die Ursache gefunden haben – und können sie loswerden.
Nicht jedes Möbelstück oder Bodenbeläge lassen sich jedoch einfach aus der Wohnung entfernen. Manchmal kann es schon reichen, bestimmte Zimmer eine gewisse Zeit zu meiden oder zumindest in einem anderen Raum zu schlafen. Wenn die Beschwerden dann weniger werden, könnte man den Verbraucherschützern zufolge einen ersten Hinweis auf die Ursache haben.
Für absolute Sicherheit hilft ein Test
In Apotheken und im Internet werden Tests angeboten, mit denen man selbst einzelne Schadstoffe in der Luft nachweisen kann. Dazu muss man jedoch vorab wissen, nach welchen Schadstoffen gesucht wird. Nachteil an diesen Selbsttests ist, dass man zwar Schadstoffe messen kann, aber die Ursache nicht findet, erklärt die Verbraucherzentrale.
Wenn man allein nicht weiterkommt, kann eine Schadstoffanalyse durch ein professionelles Messinstitut infrage kommen. Anhand des Baujahres, der verwendeten Materialien und der Bauweise des Hauses kann dieses oft auch Rückschlüsse auf den Ursprung von Schadstoffen ziehen. Laut den Verbraucherschützern muss man allerdings mit drei- bis vierstelligen Analysekosten rechnen.
Übrigens: Richtwerte für Schadstoffe in der Innenraumluft, die der Ausschuss für Innenraumrichtwerte (AIR) festgelegt hat, können Sie auf der Internetseite des Umweltbundesamtes abrufen.

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Pflanzen können bei Schadstoffen in der Wohnung helfen
Bei nicht übermäßiger Belastung durch Schadstoffe in der Wohnung können auch Pflanzen helfen. Manche Gewächse, etwa die Efeutute, haben die Eigenschaft, Schadstoffe aus der Raumluft zu filtern. Auch die sogenannte „Superpflanze“ sei hier zu erwähnen. Ein französisches Forscherteam entwickelte „Neo P1“ 20 Jahre lang. Dabei entstand eine Pflanze, die in der Lage ist, krebserregende Stoffe aus der Luft zu filtern.
Mit Material der dpa