
23. Juni 2024, 14:10 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Am Ende eines stimmungsvollen Abends vor dem Kamin oder des zünftigen Essens vom Grill bleibt eines übrig: Asche. Und die muss entsorgt werden. Mit einem Aschesauger geht die lästige Arbeit schnell von der Hand. Worauf es bei den Geräten ankommt.
Nach Erlöschen der Glut müssen alle Grillfreunde und Kaminbesitzer die Asche entfernen. Das geht zwar auch mit Kehrblech und Besen, was aber alles andere als bequem ist und noch dazu sprichwörtlich Dreck aufwirbelt. Einfacher gelingt die lästige Arbeit mit einem speziellen Aschesauger, manchmal auch als Kaminsauger oder Aschenstaubsauger bezeichnet.
Übersicht
Den Hausstaubsauger lieber nicht verwenden
Warum sollte man eigentlich nicht den ohnehin im Haushalt vorhandenen Staubsauger für diese Arbeit verwenden? Diese Frage stellte sich schon der eine oder andere Kaminbesitzer und erlebte eine böse Überraschung.
Mit einem handelsüblichen Hausstaubsauger sollte keinesfalls die Asche direkt eingesaugt werden. Es drohen gleich zwei Gefahren. Zum einen kann sich in der Asche noch Glut befinden, die im schlimmsten Fall den Staubsaugerbeutel entzündet. Zum anderen ist Asche ein sehr feiner Staub, der binnen kürzester Zeit die Filtersysteme des Staubsaugers verstopft. Als Folge kann der Motor überlasten und sogar beschädigt werden. Auch das Filtersystem des Staubsaugers könnte dauerhaft geschädigt werden. Kurzum: Besser zu einem Spezialgerät greifen.
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Aschesauger in 3 Varianten
- Aschesauger ohne eigenen Motor: Hier kommt der Hausstaubsauger wieder ins Spiel. Ein Aschesauger ohne eigenen Antrieb ist letztlich ein Auffangbehälter mit einem Filtersystem. Die Saugkraft erhält er von einem verbundenen Staubsauger, dessen Saugschlauch mit dem Aschesauger verbunden wird. Nachteil: Es müssen zwei Geräte gleichzeitig verwendet werden. Vorteil: Es handelt sich um die preiswerteste Methode, um Asche zu beseitigen.
- Aschesauger mit Motor: Diese Geräte bieten größere Flexibilität. In ihrer Bauform ähneln sie einem Hausstaubsauger. Allerdings besitzen sie ein spezielles Filtersystem, das mit feiner Asche bestens zurechtkommt. Außerdem ist der Schmutzfangbehälter sehr robust gefertigt. Häufig besteht das Korpus aus Metall, sodass auch heiße Asche dem Gerät keinen Schaden zufügen kann.
- Kombigeräte: Einige Hersteller bieten Kombigeräte an, die gleichermaßen gute Dienste beim Saugen von Werkstatt, Garage und Kamin verrichten. Häufig genügt hier der Wechsel des Filters, um mit diesen Saugern Grill oder Feuerstelle zu säubern. Der wesentliche Vorteil: Mit den Alleskönnern sind Sie rund ums Haus am flexibelsten. Nachteil: Die Kombigeräte sind auch die teuersten.

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So finden Sie den optimalen Aschesauger
Bei der Auswahl eines Aschesaugers gibt es ein paar Eigenschaften, denen man vor der Anschaffung seine Aufmerksamkeit widmen sollte.
- Saugleistung: Wenn nur gelegentlich ein Grill ausgesaugt werden soll, genügen schon geringere Leistungswerte. Diese sind damit auch stromsparender. Geht es aber um größere Mengen von Asche wie im Kamin oder Ofen, schaffen Sauger mit einer Leistung von 800 bis 1200 Watt einfach mehr weg.
- Volumen: Auch die Größe des Auffangbehälters muss zum Einsatzgebiet passen. Für einen Kamin sind zehn Liter nicht zu klein gewählt.
- Flexibilität/ Mobilität: Asche und Schlacke wiegen schwerer als der übliche Hausstaub. Je größer der Auffangbehälter und je stärker der Motor, umso schwerer wird der Sauger selbst. Deswegen sind Geräte mit Rollen und einem ergonomischen Griff in diesem Fall besser geeignet.
- Länge des Kabels: Wer den Grill nicht in die Nähe der nächsten Steckdose schleppen will, freut sich über ein möglichst langes Stromkabel.
- Schlauchlänge: Je länger der Schlauch, desto besser sind auch die Ecken in einem Kamin oder Ofen zu erreichen.
Bei Kombigeräten, die dann auch noch in der Garage oder Hobby-Werkstatt eingesetzt werden sollen, erweist sich eine Blasfunktion als nützlich, mit der sich dann auch Späne von Werkzeugen und aus schwer zugänglichen Ecken wegblasen lassen.
Je nach Ausstattungswunsch kosten Aschesauger im Fachhandel zwischen 50 und 150 Euro. Abweichungen nach oben sind natürlich immer möglich; das gilt insbesondere für Kombigeräte.

Aschesauger sind nützlich
„Ein Aschesauger ist eine vernünftige Anschaffung für alle, die einen Kamin besitzen oder häufig grillen. Wer viel in seiner Hobby-Werkstatt mit Holz arbeitet, greift am besten zu einem Kombigerät mit Blasfunktion. Die sind zwar teurer in der Anschaffung; den höheren Preis machen die Geräte aber mit der größeren Flexibilität und Nutzen wieder wett.“