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Verschiedene Gründe

Darum rät „Stiftung Warentest“ von smarten Gewächshäusern ab

Smarte Gewächshäuser
Smarte Gewächshäuser sollen Eigenanbau auf kleinstem Raum ermöglichen Foto: Getty Images / Mikhail Kolomiets
Felix Mildner
Redaktionsleiter

31. März 2025, 14:57 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Kräuter frisch von der Fensterbank, Gemüse aus dem Wohnzimmer – Indoor-Gardening verspricht Selbstversorgung auf kleinstem Raum. Doch lohnen sich smarte Gewächshäuser wirklich? Ein aktueller Test zeigt: Der Ertrag überzeugt nicht bei allen Modellen – und die laufenden Kosten sind höher als gedacht.

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Smarte Gewächshäuser, die man in der Wohnung platziert, sollen eine eigene Ernte auf kleinstem Raum ermöglichen. Sie passen sogar auf die Fensterbank. „Stiftung Warentest“ hat sieben smarte Indoor-Gewächshäuser geprüft (Ausgabe 4/2025). Fünf davon liefern gute Ergebnisse – zwei enttäuschen. Besonders kritisch: hohe Folgekosten und Abhängigkeit von den Herstellern.

Was können die smarten Gewächshäuser?

Mini-Gewächshäuser für die Wohnung liegen im Trend – besonders bei Menschen, die auch auf kleiner Fläche nicht auf frische Kräuter oder Gemüse verzichten möchten. Die platzsparenden Systeme versprechen mit moderner Technik üppige Ernten.

Ausgestattet sind die Geräte mit allem, was Pflanzen benötigen: einem Wasserbehälter, Steckplätzen für Substrat und Samen sowie integrierten LED-Lampen. Die Steuerung erfolgt entweder direkt am Gerät oder über eine App. Nutzer können das Licht regulieren, Zeitpläne programmieren oder sich daran erinnern lassen, Wasser nachzufüllen.

Die Kritikpunkte von „Stiftung Warentest“

Im Test von „Stiftung Warentest“ konnten jedoch nur fünf von sieben Indoor-Gärten überzeugen. Ein Gerät brachte überhaupt keinen Ertrag. Besonders auffällig: Die beiden Systeme ohne App-Schnittstelle schnitten am schlechtesten ab. Testsieger wurde ein Modell von iDOO, das nicht nur mit der Gesamtnote 2,1 überzeugte, sondern mit 145 Euro auch preislich noch im Rahmen liegt.

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Kritik übten die Tester vor allem beim Pflanzenwachstum, der Benutzerfreundlichkeit und beim Datenschutz. Auch bei der Verfügbarkeit einzelner Modelle kam es zu Problemen – einige Systeme waren zeitweise nicht lieferbar. Zudem sollten Nutzer die laufenden Kosten nicht unterschätzen: Neben dem Gerätepreis schlagen auch Stromkosten und Verbrauchsmaterialien zu Buche.

Ein weiterer Nachteil der getesteten Gewächshäuser ist die starke Abhängigkeit von den Anbietern. Für alle Geräte ist spezielles Substrat nötig, das nur über die jeweiligen Hersteller zu beziehen ist. In fünf Fällen gilt dies auch für das Saatgut. Damit ist es kaum möglich, auf eigene Materialien auszuweichen, was zu zusätzlichen Kosten führt. Für eine vollständige Neubepflanzung mit Substrat und Samen müssen Nutzer demnach zwischen 16 und 42 Euro einplanen.

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Smarte Gewächshäuser lohnen sich eher nicht

Die „Stiftung Warentest“ zieht ein klares Fazit: Finanziell lohnen sich die Indoor-Gärten nicht. Wer etwa Basilikum aus dem Supermarkt kauft, fährt deutlich günstiger. Auch der Stromverbrauch fällt negativ ins Gewicht. Wer Pflanzen klassisch im Blumentopf züchtet, ist also günstiger und umweltfreundlicher unterwegs.

Mit Material der dpa

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