
3. November 2020, 21:04 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Bei manchen Tools im Werkzeugkoffer weiß man zwar, dass es sie gibt, aber nicht so genau, wofür man sie verwendet. Klar, einen Phasenprüfer kann man immer auch als Schraubendreher verwenden. Aber er kann noch mehr.
Auf den ersten Blick ähnelt der Phasenprüfer – auch „einpoliger Spannungsprüfer“ genannt – einem gewöhnlichen Schraubendreher. Er besitzt aber auch eine kleine Glimmlampe, die unter Spannung leuchtet. Zudem ist er fast komplett isoliert, um den Benutzer zu schützen. Nur die Spitze in Form eines Schlitzschraubendrehers ist frei.
Hinweis: Arbeiten an der Elektroinstallation gehören laut Paragraf 13 der Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) in die Hände eines geschulten Experten – beispielsweise eines Elektrikers. Ist man sich nicht sicher, sollte man die Finger davon lassen. Im Schadensfall kann es sein, dass die Versicherung bei Eigenverursachen nicht zahlt.
Wie benutzt man einen Phasenprüfer richtig?
Der Phasenprüfer kommt bei vielen Elektroinstallationsarbeiten zum Einsatz. Diese Tätigkeiten sollten stets von einem kundigen Fachmann durchgeführt werden. Im Grunde kann man mit einem Phasenprüfer kontrollieren, ob an einer Steckdose oder Stromleitung Spannung anliegt. Phasenprüfer zeigen dabei eine Wechselspannung zwischen 100 und 250 Volt an.
Auch interessant: Eine Funktion beim Schraubendreher, die viele nicht kennen
Die Glimmlampe und der Vorwiderstand sind mit der vorderen Spitze verbunden. Am hinteren Ende sitzt ein Metallknopf, der mit dem anderen Pol des Lämpchens verbunden ist. Legt man nun die Spitze des Phasenprüfers an eine spannungsführende Leitung und berührt den hinteren Knopf, fließt eine sehr geringe und ungefährliche Menge Strom. Der Körperkontakt schließt dabei den Stromkreis und stellt eine Verbindung zum sogenannten Erdpotential her. Das Resultat: Das Lämpchen leuchtet. Wenn es nicht glüht, sollte kein Strom fließen, beispielsweise bei Kontakt mit dem Nullleiter oder Neutralleiter.
Hinweis: Die Helligkeit des Lämpchens sagt nichts über die Stromstärke aus. Das Lämpchen kann auch nur schwach oder gar nicht glimmen, wenn der Boden schlecht leitet oder man beispielsweide Schuhe mit Gummisohlen trägt. Das Lämpchen ist somit kein eindeutiges Indiz, ob Strom fließt oder nicht.
Auch interessant: So viel Strom spart man, wenn man den Kühlschrank um zwei Grad hochregelt

Heimwerken Wie man eine Klingel richtig anschließt

Sie sind nicht zur Deko da Was bedeuten die Farben beim Stromkabel?

mySKILLS Schuko-Stecker mit Stromkabel verbinden – Video-Anleitung
Warum Phasenprüfer nicht die beste Lösung sind, um Strom zu messen
Unter Elektrikern sind Phasenprüfer auch oft als „Lügenstifte“ bekannt. Das rührt daher, dass man sich nicht immer auf die Geräte verlassen kann – und auch nicht sollte. Profis verwenden deshalb auch genauere Messgeräte. In der Praxis wird die Spannungsfreiheit an Anlagen bis 1000 Volt mit einem zweipoligen „Duspol“ festgestellt.